GrippevirenGrippewelle 2018: Influenza forderte schon 350 Tote - bei Kälte leben die Viren länger

Das Robert-Koch-Institut meldet bereits 350 Todesfälle von Influenza in dieser Saison. Die Zahlen gehen zwar zurück - aber mit sinkenden Temperaturen haben die Grippeviren eine längere Überlebenschance. Ein weiteres Problem: Die Krankenkassen zahlen ausreichende Impfungen nicht.

In Deutschland wird es in den nächsten Tagen wieder winterlich kalt. Leichtes Spiel haben bei niedrigen Temperaturen die Influenza-Viren. Vor allem Typ b, der Yamagata-Virus, mag diese Jahreszeit und befällt immer noch hunderte Patienten. Er wurde zu 99 Prozent als Virus identifiziert. Die "Medizinische Hochschule Hannover" warnte vor dem grassierenden Yamagata-Virus: "In unserer Zentralen Notaufnahme haben wir seit Jahresbeginn bei Patienten mit Grippesymptomen einen Anstieg von mehr als einem Drittel verzeichnet zum Vergleichszeitraum des Vorjahres", so Professor Dr. Tobias Welte, Direktor der Klinik für Pneumologie. 

Grippewelle 2018: Influenza forderte schon 350 Tote in DeutschlandiStock

 

"Die Grippewelle 2018 übersteigt alles bisher Dagewesene"

Laut Robert-Koch-Institut sind in dieser Saison bereits 350 Menschen an der Grippe gestorben. „Die Grippewelle 2018 übersteigt alles bisher Dagewesene“, zitierte Bild vor kurzem einen Mitarbeiter des St.-Elisabeth-Krankenhauses in Leipzig, das völlig überfüllt ist. Nach Informationen des NDR nimmt die Grippewelle in Mecklenburg-Vorpommern weiter zu. "Die Symptome sind nach Angaben von Ärzten stärker als sonst üblich. Viele Patienten bräuchten zwei bis drei Wochen, um gesund zu werden", berichtet der Sender.

Der vorhandene Impfstoff reicht nicht aus, um das hartnäckige Yamagata-Virus zu bekämpfen. Dr. Tobias Welte von der Klinik in Hannover merkt kritisch an: "Dabei wäre ein breiter wirksamer Impfstoff verfügbar gewesen, der diese Lücke nicht aufgewiesen hätte, allerdings wurde dieser von den Krankenkassen nicht erstattet. Eine im Nachhinein teure Fehlentscheidung, wenn man die hohen Kosten der intensivmedizinisch kranken Influenzapatienten bedenkt."

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