InfluenzaGrippewelle 2018: Influenza Typ B verbreitet sich rasant

Die Grippewelle stellt Mediziner 2018 auf die Probe: Immer mehr Menschen erkranken an Typ B. Dagegen wirkt die Impfung jedoch nur selten, die Influenza breitet sich aus.

Auch in der vierten Kalenderwoche des Jahres 2018 berichtet das Robert-Koch-Institut von einem massiven Anstieg der Grippe-Fälle in Deutschland. Es wird mit einer der schwerwiegendsten Influenza-Wellen seit Jahren gerechnet. Die Erkrankungszahlen haben sich allein innerhalb der letzten Woche verdoppelt. Die Dunkelziffer liegt meist noch weitaus höher.

Experten stufen die Grippe-Welle als „moderat erhöht“, in Norddeutschland jedoch „deutlich erhöht“ ein. Das Problem: Bei 72 Prozent der gemeldeten Fälle wurde die Grippe von Influenza-B-Viren ausgelöst. Üblicher in Deutschland ist der Erregertyp A, gegen den auch die Impfung erheblich besser wirkt.

Regulär wird in Deutschland eine Dreifach-Impfung durchgeführt, von der nur eine gegen den Typ B wirkt. Nur die teurere Version – die meist nicht von den Krankenkassen übernommen wird – schützt zusätzlich gegen einen weiteren Influenza-B-Stamm. Daher erkranken dieses Jahr auch besonders viele Menschen trotz Grippe-Impfung.

Ein weiterer Grund, wieso die Grippe-Welle dieses Jahr besonders stark ausfällt, ist ein neuer Virus, der sich momentan weltweit verbreitet. Der besonders aggressive Erreger schwappt derzeit von Australien nach Europa über.

Es ist somit noch kein Ende der Grippewelle 2018 in Sicht. Im Gegenteil rechnen Experten in den nächsten Wochen mit einem weiteren Anstieg durch alle Altersgruppen hinweg. Da die Influenza in manchen Fällen auch einen schweren Verlauf nehmen kann, sollte man bei Grippe-Symptomen grundsätzlich einen Arzt aufsuchen.

Wie du eine Erkältung von einer Grippe unterscheidest, erfährst du hier.

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