InfluenzaGrippewelle 2018: Leipziger Kliniken sind völlig überfüllt

Influenza hält uns auch im März 2018 auf Trab. Deutschlandweit gab es laut Robert-Koch-Institut in dieser Saison schon 358 Grippe-Tote, die meisten sind über 60 Jahre alt. Viele Krankenhäuser sind immer noch vollkommen überfüllt. Das Leipziger St.-Elisabeth-Krankenhaus ist eines davon.

"Die Grippewelle 2018 übersteigt alles bisher Dagewesene", erzählt ein Klinik-Mitarbeiter des St.-Elisabeth-Krankenhaus der Bild. Patienten müssen sogar schon in andere Städte verlegt werden, weil die Klinik so überfüllt ist. Der Krankenstand bei Personal sei ebenfalls sehr hoch. Wie die Bild erfahren haben will, haben allein vor zwei Tagen, am 11. März, das Elisabeth- und Diakonissenkrankenhaus sowie die Kliniken von Oschatz und Zwenkau bei der Rettungsleitstelle um „Schonung“ gebeten. Die Krankenhäuser sollen also erst wieder angefahren werden, wenn Betten frei sind.

Makaber, aber traurige Realität: Die Krematorien, darunter eines in Meißen, haben derzeit überdurchschnittlich viele Einäscherungen. Geschäftsführer Jörg Schaldach sagte zu Bild: „Unser Tages-Durchschnitt liegt bei 40 Einäscherungen. Jetzt kommen wir auf 60 auch wegen der schlimmen Grippe.“ Auf einigen Totenscheinen stehe sogar Influenza A oder B. "Doch wir können durch die Häufung von Leichen sehr gut registrieren, wie der Grippe-Virus von Region zu Region wandert.“ 

Grippewelle 2018: Leipziger Kliniken sind völlig überfülltiStock

 

Mangelnde und unzureichende Impfungen

Die meisten Todesfälle betrifft Menschen über 60 Jahren, die zuvor schon durch andere Krankheiten geschwächt waren. Die Leiterin der Notfallambulanz am Elisabeth-Krankenhaus, Dr. Nadine Haberhausen, sieht den Grund dafür in mangelnden und zureichenden Impfungen: „Das Problem ist zum einen die fehlende Impfbereitschaft junger Menschen – und zum anderen die fehlende Wirkung der Dreifach-Impfung in diesem Jahr.“ 

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