9.200 bestätigte Infektionen!Grippewelle 2019: Immer mehr Influenza-Fälle in Deutschland

Die Grippewelle hat Deutschland weiterhin fest im Griff: Die 'Arbeitsgemeinschaft Influenza' (AGI) meldet 9.200 bestätigte Infektionen in der vergangenen Woche.

Inhalt
  1. Grippewelle 2019: Zahl der Kranken- und Todesfälle steigt
  2. So werden die Viren überwacht
  3. Lohnt sich eine Impfung noch? 

Schon Ende Januar warnte das Robert-Koch-Institut vor einer Ausbreitung der Influenza und betonte, für Grippeimpfungen sei es noch nicht zu spät. Jetzt meldet die 'Arbeitsgemeinschaft Influenza' (AGI) einen deutlichen Anstieg an Influenza-Fällen. 

 

Grippewelle 2019: Zahl der Kranken- und Todesfälle steigt

Obwohl sich die Menschen in Deutschland bereits seit Ende 2018 auf die Grippewelle vorbereiten und es dadurch schon zu ersten Versorgungsengpässen in Sachen Grippe-Impfstoff kam, hat die Grippewelle laut Definition der AGI erst in der zweiten Kalenderwoche 2019 (ab dem 7. Januar) begonnen. Seitdem beobachtet das Institut einen Anstieg der Influenza-Aktivität. In ihrem aktuellen Bericht für die Kalenderwoche 5 (28. Januar bis 3. Februar) meldet die AGI 9.205 labordiagnostisch bestätigte Influenzavirusinfektionen. Das sind rund doppelt so viele wie in der Woche zuvor. In 18% der Fälle (rund 1.700) wurden die Patienten hospitalisiert. 
In der Altersgruppe der Fünf- bis 14-Jährigen war der Anteil Influenza-positiver Proben mit 58% am höchsten, die Altersgruppe der Zwei- bis Vierjährigen lag direkt dahinter. Die AGI zählt Personen ab 15 Jahren als Erwachsene; in dieser Altersgruppe lag der Anteil Influenza-positiver Proben über 43%. Ein kleiner Trost: Im aktuellen Überwachungszeitraum wurden in Deutschland keine Influenza-Fälle in der Altersgruppe 0 bis ein Jahr gemeldet. 
Immer mehr Menschen überleben die Infektion indes nicht: Während Anfang Februar 2019 noch 27 Tote gemeldet wurden, sind in den aktuellen Zahlen der AGI schon 49 Todesfälle dokumentiert.  

Hier geht's direkt zum Bericht der AGI!

 

So werden die Viren überwacht

Die genauen Zahlen, die die AGI vorlegen kann, sind die Ergebnisse eines streng geregelten Influenza-Überwachungsplans. Dazu gründete die Weltgesundheitsorganisation WHO (World Health Organization) schon 1952 das Global Influenza Surveillance and Response System (GISRS), dem 153 Institutionen aus 114 Ländern regelmäßig ihre aktuellen Daten zur Influenza melden. In Deutschland übernimmt das das Robert-Koch-Institut gemeinsam mit dem Nationalen Referenzzentrum für Influenza (NRZ Influenza)
Eine akribische Dokumentation rund um Influenza lohnt sich vor allem deswegen, weil die Viruserkrankung immer noch eine große Bedrohung darstellt – auch wenn einige von uns das nicht wahrnehmen, weil sie nicht zu einer der Risikogruppen gehören. Doch die Influenza-Viren sind besonders trickreich und entwickeln sich immer weiter, wodurch jede neue Grippewelle auch eine neue Herausforderung für das menschliche Immunsystem darstellt.

 

Lohnt sich eine Impfung noch? 

Obwohl in Deutschland immer noch eine Impfstoffknappheit herrscht, lohnt sich es sich für Risikogruppen auch jetzt noch, sich impfen zu lassen. Vor allem, da der Wirkstoff nur 10 bis 14 Tage braucht, um im Körper einen vollständigen Schutz aufzubauen. Alle Informationen dazu findet man online auf der faq-Seite zur saisonalen Influenza-Impfung des Robert-Koch-Instituts

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