PolitikGrüne fordern höhere CO2-Preise um Klima-Ziele zu erreichen!

Die Grünen fordern eine deutliche Erhöhung des CO2-Preises. Was das für die Zukunft bedeuten würde.

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Inhalt
  1. Grüne fordern CO2-Preis von 60 Euro bis 2023
  2. Durch hohen CO2-Preis wird unter anderem Benzin deutlich teurer
  3. Mehrkosten im Jahr - FDP und Grüne mit unterschiedlichen Prognosen

Im vergangenen Jahr hat die Bundesregierung beschlossen, dass in Deutschland künftig ein Preis für CO2-Emissionen erhoben wird. Seit Januar 2021 beträgt der CO2-Preis 25 Euro pro Tonne. Bis zum Jahr 2025 soll der Preis schrittweise auf 55 Euro ansteigen.

 

Grüne fordern CO2-Preis von 60 Euro bis 2023

Den Grünen, deren Politik sich vor allem auf den Klimaschutz konzentriert, geht das nicht weit genug. Um die Pariser Klimaziele zu erreichen, fordern sie eine Erhöhung des Preises für das Treibhausgas auf 60 Euro - und das sogar 2023, also zwei Jahre früher als bisher geplant.

Grünen-Kanzlerkandidaten Annalena Baerbock, Parteichef Robert Habeck sowie die Fraktionschefs Katrin Göring-Eckardt und Anton Hofreiter haben ihre Forderung in einem Brief an Angela Merkel und Olaf Scholz noch einmal verdeutlicht. Die Pläne der Grünen sorgen in den anderen Parteien für Kritik.

 

Durch hohen CO2-Preis wird unter anderem Benzin deutlich teurer

So erklärte CSU-Generalsekretär Markus Blume im Bild-Talk "Die richtigen Fragen", dass die geforderten 60 Prozent "deutlich zu viel" seien und sich in der Mitte getroffen werden sollte. Ähnlicher Ansicht ist der verkehrspolitische Sprecher der FDP-Bundestagsfraktion, Oliver Luksic.

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"Die Grünen-Forderung nach einem CO2-Preis von 60 Euro würde richtig teuer. Dem Klima wird dadurch wenig geholfen, denn viele Bürger sind auf ihre Autos angewiesen und werden die zusätzlichen Kosten zähneknirschend tragen müssen. Auch der ÖPNV und die Logistik werden so verteuert. Das ist weder sozial noch nachhaltig, sondern reine grüne Symbolpolitik", so Luksic gegenüber der "Bild".

Auf Grundlage von Daten aus dem Umweltministerium habe er berechnet, dass der CO2-Preis von 60 Euro pro Tonne eine Erhöhung des Literpreises von Benzin um fast 17 Cent, von Diesel um fast 20 Cent, zur Folge habe. Heizöl könnte zudem um 18,8 Cent pro Liter steigen, Erdgas um 14 Cent pro zehn Kilowattstunden.

 

Mehrkosten im Jahr - FDP und Grüne mit unterschiedlichen Prognosen

Auch das Heizen in Wohnungen wird durch den CO2-Preis deutlich teurer geworden, da dieser nach derzeitigem Stand alleine vom Mieter getragen wird. FDP-Chef Christian Lindner zufolge durch den erhöhten CO2-Preis jährliche Mehrkosten von 385 Euro pro Person entstehen, wie er im Talk erklärt.

Grünen-Bundesgeschäftsführer Michael Kellner kommt dagegen auf einen ungefähren Preis von 150 Euro im Jahr. Abhängig sei das zum Beispiel davon, wie viel man pendele. Zudem wollen die Grünen das Geld wieder pro Kopf auszahlen. Sprich: "Derjenige, der mit dem Porsche fährt, zahlt mehr als derjenige, der mit dem Kleinwagen fährt", so Kellner.

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