ZukunftsplanungGut abgesichert ins Erwachsenenleben: So gibst Du Deinen Kindern die richtigen Tipps

Es lohnt sich, schon früh mit dem Sparen anzufangen. So bringst Du Deinen Kindern von Anfang an den richtigen Umgang mit Geld bei.

Gut abgesichert ins Erwachsenenleben: So gibst Du Deiner Tochter die richtigen Tipps
Foto: iStock // Photodjo

Wir sind starke, mutige, selbstbewusste Frauen – und Mütter. Mit beiden Beinen im Leben stehend möchten wir unsere Erfahrungen und kleinen Tipps auch an unsere Kinder weitergeben. Wir wissen am besten, welche Herausforderungen ihnen begegnen werden, wann sie besonders viel Mut brauchen und wie sie so manche schwierige Situation meistern können. 

Dazu gehört auch der Umgang mit Geld, denn unser Kind bekommt jeden Tag mit, wie wir Berufs- und Familienleben unter einen Hut bekommen und uns um finanzielle Angelegenheiten kümmern. Wir zeigen dir, wie du deinem Nachwuchs helfen kannst, ein eigenverantwortliches und finanziell unabhängiges Leben zu führen. Das wird vor allem für Mädchen wichtig, denn im hohen Alter sind es häufig Frauen, die vom Renten Gap, der Rentenlücke von Frauen und Männern über 65 Jahre, betroffen sein werden. Aufgrund von geringerem Gehalt, Kindererziehungszeiten und Teilzeitbeschäftigung ist es besonders für sie relevant, finanziell fürs Alter vorzusorgen.   

 

Der richtige Umgang mit Taschengeld 

Es ist nie zu früh, den Wert von Dingen zu vermitteln. Wenn die Kleinen noch sehr jung sind, können sie anhand des Unterschieds zwischen Wollen und Brauchen schon das Gefühl der Wertschätzung verinnerlichen. Auch der Zusammenhang von Arbeit und Geld verdienen kann in diesem Alter erklärt werden. 

Ab dem fünften Lebensjahr, also kurz vor Schulbeginn, kannst du mit einem kleinen, wöchentlichen Taschengeld beginnen. Am besten legt ihr zusammen fest, wofür das Geld ausgegeben werden kann. Schenke deiner Tochter oder deinem Sohn zu Beginn eine kleine Spardose und zeige ihnen, dass sie auch Geld zurücklegen können und es kein neues Geld gibt, nur weil sie es schon ausgegeben haben. Mit der Zeit werden sie herausfinden, dass es besser ist, sich das Geld einzuteilen – so lernt man sparen. 

Sei selbst ein gutes Vorbild und lass sie daran teilhaben, wenn du dich über eine neue Anschaffung freust, für die du selbst länger gespart hast. Lass sie ein Bewusstsein dafür entwickeln, dass es nicht selbstverständlich ist, unbegrenzt Geld zur Verfügung zu haben.  

 

Kleine und große Träume

Im Alter von zwölf Jahren werden die Kleinen langsam groß und können ihr Taschengeld mit Gelegenheitsjobs aufbessern. Das verändert nicht nur die Einstellung gegenüber der Wertigkeit des Geldes, sondern stärkt auch das Selbstbewusstsein. Beginnen können sie mit kleinen Arbeiten wie den Nachbarn im Garten helfen, Hunde ausführen oder selbstgemachten Schmuck verkaufen. Später können die ersten großen Nebenjobs dann Nachhilfe, Babysitten oder Aushilfe im Supermarkt sein.  

Wird die Spardose zu klein, lohnt sich eine Beratung bei der Bank. Informiert Euch zusammen, welche Verwaltungs-, Spar- und Anlagemöglichkeiten es gibt. Grundlegende Dinge wie Schulmaterialen und Anziehsachen sollten nicht von dem Taschengeld bezahlt werden müssen. Sollen es allerdings bestimmte Markenklamotten sein, könnt ihr vereinbaren, dass sie einen Teil dazugeben. 

 

Der erste richtige Job 

Egal ob Ausbildung oder Studentenjob, jetzt gibt es ein regelmäßiges Gehalt und es gilt, die Finanzen selbst zu managen. Auch wenn die Großen noch im „Hotel Mama“ wohnen, kann ein Haushaltsbuch helfen, die Ausgaben im Blick zu behalten und Geld für den Urlaub und zum Sparen zurückzulegen. Falls diese Methode der jungen Generation etwas spießig erscheint: Mittlerweile gibt es eine große Auswahl an Haushaltsbuch-Apps fürs Smartphone.

Jetzt werden die Kinder so langsam erwachsen und der Auszug steht vor der Tür. Im Idealfall haben sie dafür die letzten Monate schon ein bisschen Geld beiseitegelegt. Und wenn nicht? Jetzt bloß nicht das Ersparte für die finanzielle Vorsorge anbrechen. Wenn es schnell gehen muss, hilft der 5-Euro-Trick: Immer wenn ein 5 Euro-Schein im Portemonnaie landet, kommt dieser gleich direkt ins Sparschwein. So kann man Last-Minute noch viel Geld zurücklegen. 
 

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