Henna-HaarfarbeHaare mit Henna färben: So geht’s

Mit Henna-Haarfarbe schonst du deine Mähne, es ist super natürlich – aber auch ganz schön aufwendig. Diese Dinge solltest du wissen, bevor du deine Haare mit Henna färbst.

Henna Haarfarbe
Braun, rot oder blond - all diese Farben kannst du mit Henna färben
Foto: iStock/LarisaBozhikova
Inhalt
  1. Henna-Haarfarbe kaufen: rot, braun, schwarz oder blond?
  2. Was ist Henna?
  3. Warum soll ich meine Haare mit Henna färben?
  4. Henna-Haarfarbe: Vorteile
  5. Diese Henna-Farben gibt es
  6. Haare mit Henna färben: So geht’s
  7. Henna-Haarfarbe: Fazit

Einst als "Eso-Farbe" verschrien, können sich viele naturbewusste Beauties ein Leben ohne Henna kaum mehr vorstellen. Die Pflanzenfarbe ist nicht nur super schonend fürs Haar, sie sorgt auch für natürlich aussehende Farben. Aber um das gewünschte Ergebnis zu erzielen, solltest du dich ein wenig schlaumachen.

 

Henna-Haarfarbe kaufen: rot, braun, schwarz oder blond?

Bei der Auswahl von Henna-Produkten gibt es eben nicht nur eine Option. Entscheide deshalb vorher, ob du reines Pulver oder eine Mischfarbe verwenden möchtest. Vor allem, wenn du den typisch rötlichen Farbton nicht haben willst. 

Henna-Haarfarbe in Rot von Sante

  • Mischprodukt aus Indigo, Henna, Neem, Bhringaraj und Amla
  • vegan
  • deckt graue Haare ab

Braune Henna-Haarfarbe von khadi

  • Mischprodukt aus Indigo, Henna, Neem, Bhringaraj und Amla
  • vegan
  • deckt graue Haare ab
  • keine Rot-Nuance

Blonde Henna-Haarfarbe von Logona

Die Öko-Marke Logona bietet Naturfarben in allerlei Varianten an – Henna inklusive. Ein Beispiel: die Pflanzenfarbe Dunkelbraun aus Henna, Indigo, Bhringaraj, Neem und Amla. Je nach Ausgangsfarbe färbst du deine Haare hiermit in einem Ton zwischen Mittel- und Schwarzbraun.

 

Was ist Henna?

Henna ist ein Pulver, das aus dem Hennastrauch gewonnen wird. In Verbindung mit Wasser kann daraus eine Haarfärbung hergestellt werden. In vielen islamischen Staaten und in Indien wird Henna häufig zur kunstvollen Verzierung der Hände und Füße verwendet, etwa bei feierlichen Anlässen wie Hochzeiten und Co. Neben den Schönheitsritualen hatte Henna zu früheren Zeiten einen anderen Zweck: In Ägypten sollen mit Henna einst Krankheiten wie Pocken und Lepra bekämpft worden sein.

 

Warum soll ich meine Haare mit Henna färben?

Sind deine Haare vom ewigen Färben strohig und kaputt? Das ist das Hauptargument für Henna-Haarfärbungen: Henna ist super schonend für die Haare. Anders als typische Chemiekeulen greift es dein Haar viel weniger an. Der Grund: Es dringt nicht in das Haar ein, sondern legt sich bloß drum herum. Trotzdem ist Henna eine Färbung und wächst raus, statt sich einfach mit ein paar Haarwäschen selbst zu erledigen. Henna dient dem Haar übrigens auch als Schutzschicht vor Haarbruch und UV-Strahlen.

Damit die Naturhaarfarbe wirklich unschädlich für deine Mähne ist, solltest du beim Kauf des Pulvers jedoch aufpassen. Das reine Pulver schadet deinem Haar nicht. Oft wird das aber mit synthetischen Bestandteilen gemixt, um die Auswahl der Farben zu vergrößern. Achte deshalb genau auf die Inhaltsstoffe auf der Packung und lass am besten die Finger von Produkten, in denen Phenylendiamine (PPD) enthalten sind. Die können gesundheitsschädigend sein.

 

Henna-Haarfarbe: Vorteile

  • schonend für die Haare, greift die Struktur nicht an
  • schützt die Haare vor äußeren Einflüssen
  • natürliche Haarfarben
  • einfache Anwendung
  • Henna-Haarfarbe: Nachteile
  • Mischprodukte können gesundheitsschädigende Inhaltsstoffe haben
  • eingeschränkte Farbwahl
  • kann das Haar am Anfang austrocknen
 

Diese Henna-Farben gibt es

Reines Henna ist von Natur aus rötlich – das Ergebnis ist abhängig von der Ausgangsfarbe. Henna-Mischfarben gibt es in Farbvarianten von Blond, Rot, Braun und Schwarz.

Wenn du eine andere Farbe als das klassische Henna-Rot haben möchtest, hast du zwei Möglichkeiten. Du kannst entweder zu einer fertigen Mischfarbe greifen, das heißt, dass neben Henna noch weitere Pflanzenfarbstoffe enthalten sind, oder du kannst sie selbst mischen.

Diese Hausmittel ändern die Henna-Farbe:

  • Zitronensaft: verstärkt das Rot
  • Rotwein: vertieft das Rot, die Farbe wird etwas dunkler
  • Schwarzer Tee: die Farbe wird dunkler
  • Kamillentee: sorgt für einen goldenen Glanz
 

Haare mit Henna färben: So geht’s

Die Anwendung von Henna als Haarfärbung ist einfach, dauert aber lange.

Schritt 1: Vorbereitung
Hennapulver mit kochendem Wasser anrühren und eine Weile warm stehen lassen.

Schritt 2: Auftragen
Handschuhe anziehen und die Paste vorsichtig auf das handtuchtrockene Haar auftragen. Damit sie nicht zu sehr bröckelt, kannst du die Paste mit einem natürlichen Geliermittel mischen. Beginne mit dem Ansatz und färbe dann Strähne für Strähne. Färbst du deine Haare das erste Mal mit Henna, sollten alle Haare gefärbt werden. Färbst du bloß die Ansätze nach, solltest du die Längen aussparen.

Schritt 3: Einwirken
Nach dem Färben werden die Haare gut abgedeckt, etwa mit Frischhaltefolie oder einer Duschhaube. Zusätzlich kannst du eine Mütze aufsetzen oder ein Handtuch drum herumwickeln. Durch die Wärme wird die Wirkung der Färbung verstärkt und die Paste bröckelt nicht so schnell. Das erleichtert das Auswaschen. Die Färbung bleibt für mindestens zwei Stunden in den Haaren. Bei Henna gilt: Je länger die Einwirkzeit, desto intensiver die Farbe.

Schritt 4: Auswaschen
Nach der Einwirkzeit wäschst du die Paste mit warmem Wasser aus, bis das Wasser klar ist. Anschließend kannst du die Haare mit einem silikonfreien Conditioner waschen. Shampoo sollte frühestens am nächsten Tag verwendet werden. Vorsicht beim Abtrocknen: Die nassen Haare geben Farbe ab. Am besten ein dunkles Handtuch verwenden.

 

Henna-Haarfarbe: Fazit

Henna-Haarfarbe ist also eine gute Idee, wenn du deine Haare schonen und auf natürliche Art färben möchtest. Sei dir einfach bewusst, dass dabei ein bisschen was schiefgehen kann und du ein bisschen offen für das Ergebnis sein musst, wenn du dir die Haare nicht schon länger mit Henna färbst.

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