WDR-VerbrauchertestHack im Test: In Rinderhackfleisch wurde Schwein gefunden

Was steckt wirklich in Rinderhackfleisch aus dem Supermarkt? Das hat der WDR untersucht und in einer Probe sogar Schweinefleisch gefunden. Positiv sticht hingegen das Hack eines Discounters heraus.

Hackfleisch gibt es nicht nur beim Schlachter, sondern auch im Supermarkt zu kaufen. Selbst Rinderhack wird dort zu günstigen Preisen von knapp drei bis fünf Euro angeboten. Dass da rein rechnerisch kein teures Rinderfilet drinstecken kann, ist logisch. Aber wie sieht die Qualität von Supermarkt-Hack wirklich aus? Der WDR hat Rinderhackfleisch von Aldi-Süd, Lidl, Netto, Penny, Rewe und Edeka auf Keime, Inhaltsstoffe und Geschmack getestet.

Die gute Nachricht zuerst: Alle Proben waren hygienisch und gesundheitlich unbedenklich. Am meisten Keime wies das Rinderhack von Lidl auf, allerdings auch hier war die Belastung unterhalb der Grenzwerte. Nicht alle Bakterien sind schädlich für den Menschen – schließlich tummeln sie sich überall in der Umwelt. Um sicherzugehen und alle Keime abzutöten, sollte Hackfleisch aber generell durchgebraten werden.

Um die Keimbelastung muss man sich also auch bei günstigem Hackfleisch wenig Sorgen machen. Dafür um die Inhaltsstoffe! Im Rinderhackfleisch von Netto, das 2,79 Euro kostet, machten die Laboranten einen bedenklichen Fund: Es konnte die DNA vom Schwein nachgewiesen werden. Dass das Rinderhack offensichtlich Schweinefleisch enthält, erklärt Netto dem WDR auf Nachfrage mit „technologisch unvermeidbaren Spurenkontaminationen“. Bei keinem der anderen Produkte konnte jedoch eine ähnliche Verunreinigung festgestellt werden.

Zuletzt untersuchten die Tester vom WDR einen nicht unwesentlichen Teil des beliebten Produktes: den Geschmack. Und hier gab es einen klaren Sieger. Ausgerechnet eins der günstigsten Produkte, das Rinderhackfleisch von Aldi Süd für 2,79 Euro, schnitt geschmacklich am besten ab. Als Verlierer stellte sich auch in dieser Kategorie Lidl heraus.

Rinderhackfleisch kann aus gesundheitlicher Perspektive also ohne Bedenken auch günstig im Supermarkt gekauft werden – qualitativ hochwertige und ethisch korrekte Produkte kann der Konsument bei Billigpreisen jedoch nicht erwarten.

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