Vater unter TatverdachtHamburg: Elfjähriger findet ermordete Mutter in gemeinsamer Wohnung

In Hamburg wurde eine vierfache Mutter getötet. Ihr elfjähriger Sohn fand sie tot in der Wohnung. Es wurde ein Haftbefehl gegen den Ehemann erlassen.  

Das sollte niemals ein Kind erleben müssen. Ein erst Elfjähriger fand seine Mutter (42) tot in der gemeinsamen Wohnung in Hamburg Altona. Am Mittwoch kam der Junge gegen 13 Uhr von der Schule nach Hause und machte die grausame Entdeckung. Die Polizei stellte an der Leiche mehrere Messerstiche fest, unter anderem auch einen Schnitt am Hals.

 

Ehemann unter Tatverdacht

Unter Tatverdacht steht der getrennt lebende Ehemann (49) des Opfers. Fahnder nahmen ihn noch am Mittwochnachmittag in seiner Wohnung fest. "Es ist Haftbefehl wegen dringenden Tatverdachts gegen den Mann erlassen worden“, erklärte die Oberstaatsanwältin Nana Frombach am Donnerstag. Ihm wird Totschlag vorgeworfen.

Es wurden keine Einbruchsspuren an der Wohnungstür festgestellt. Es wird daher davon ausgegangen, dass die Frau ihrem Mann am Mittwoch zwischen 7.50 Uhr und 13 Uhr selbst die Tür geöffnet hat. Es soll zu einem Streit über das Kindergeld gekommen sein. Ob der Verdächtige für die Tat selbst ein Messer bei sich geführt oder eines aus der Wohnung benutzt hat, ist noch unklar.

Der Mann hatte seine Frau schon zuvor angegriffen. Im September 2017 erfolgte die Trennung des Paares nach einer brutalen Attacke. Laut Staatsanwaltschaft schlug der Verdächtige seine Frau damals ins Gesicht, verletzte sie mit einem Elektroschocker am Oberkörper, würgte sie und drohte ihr, sie umzubringen. Nach diesem Vorfall trennte sich die Frau von ihrem Peiniger und zog mit den Kindern in eine neue Wohnung.

 

Opfer hatte vier Kinder

Die aus Ghana stammende Frau hinterlässt vier Kinder im Alter von sieben, elf, 14 und 18 Jahren. Die beiden älteren stammen aus einer Beziehung in ihrer Heimat. Die jüngeren sind die Kinder des Tatverdächtigen. Sie werden vom Kinderjugendnotdienst (KJND) und dem Kriseninterventionsteam des Deutschen Roten Kreuzes betreut. Ob die minderjährigen Kinder dauerhaft in staatliche Obhut bleiben werden, ist noch nicht bekannt.

Weiterlesen:

Kategorien: