BetrugsmascheHamburg: Enkeltrick-Betrüger zu knapp 13 Jahren Haft verurteilt worden

Im Juli 2016 ist Marcin K. in Ungarn wegen des Ergaunerns von Geld durch den Enkeltrick festgenommen und nach Deutschland ausgeliefert worden. Nach einem Jahr wurde der 30-Jährige zu 12,5 Jahren Haft verurteilt.

Die Masche von Marcin K. und seinem Netzwerk war perfide: Betrüger rufen bei älteren Menschen, die als "Ingeborg", "Gerda", "Heinrich" oder "Oswald" im (Online-)Telefonbuch stehen, an und geben sich als Verwandter oder Enkel aus, der dringend Geld benötigt. Jemand holte dann das Geld persönlich bei den Opfern ab, sofern sie sich darauf eingelassen haben. 

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Hintermann ergaunerte 300.000 Euro

Drahtzieher K. hatte sich auf diese Weise von Polen aus 300.000 Euro erschlichen, insgesamt sind ihm 40 Betrugstaten nachgewiesen worden. "Bei Ihnen liefen die Fäden des Netzwerks zusammen", sagte der Vorsitzende der Strafkammer Bernd Steinmetz am finalen Prozesstag. Das Hamburger Landgericht hat ihn heute zu zwölfeinhalb Jahren Gefängnis verurteilt. Zudem muss er drei geschädigten Frauen jeweils 47.000 Euro zurückzahlen. 

Im Juli 2016 konnte ihn die Polizei in Ungarn festnehmen, doch ein vollständiges Geständnis legte der Enkeltrickbetrüger erst im November 2017 ab. 

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