DieselverbotHamburg: Fahrverbot für Diesel - JETZT folgen strenge Kontrollen

Hamburg ließ als erste Stadt zwei Straßen für Dieselfahrzeuge sperren. Nach kurzer Umgewöhnung folgen am Donnerstag nun die ersten Kontrollen.

In vielen deutschen Städten wurden die 2010 festgesetzten Grenzwerte für Stickstoffdioxid in den vergangenen Jahren immer wieder überschritten – eine von ihnen ist die Hansestadt Hamburg. Die Umweltbehörde Hamburg zog Anfang Juni Konsequenzen und gab die Sperrung zweier Straßenabschnitte im Stadtteil Altona-Nord für Dieselfahrzeuge bekannt. Das Verbot trat am 31. Mai 2018 in Kraft. Die eingeplante Übergangszeit ist nun verstrichen und am Donnerstag startet die Hamburger Polizei die angekündigten Kontrollen und untersucht die Schadstoffklassen der Lkws.

Bei Verstößen wurden Fahrer bisher nur ermahnt, ab sofort sollen Ordnungswidrigkeiten aber geahndet werden. 

 

Welche Straßen wurden gesperrt?

580 Meter auf der Max-Brauer-Allee wurden für alle Dieselfahrzeuge, die nicht die Abgasnorm Euro-6 erfüllen, gesperrt. Laut dem Kraftfahrt-Bundesamt sind somit mindestens 168.000 Pkws betroffen.

Die 1,6 Kilometer auf der Stresemannstraße sind hingegen nur für ältere Lkws gesperrt, nicht für Pkws. Ausgenommen sind zudem Krankenwagen, Müllwagen, Lieferfahrzeuge und Taxis.

 

Werden andere Städte folgen?

Bereits im Februar dieses Jahres hatte das Bundesverwaltungsgericht in Leipzig in einem Urteil solche Fahrverbote unter der Bedingung, dass die Verhältnismäßigkeit gewahrt ist, grundsätzlich erlaubt. Da auch andere Städte die Stickstoffdioxid-Grenzwerte übersteigen, könnte es weitere Verbote nach dem Beispiel Hamburg geben. Mögliche Kandidaten wären München, Stuttgart und Düsseldorf.

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