Altonaer KinderkrankenhausHamburg: Klebsiella-Keim breitet sich auf Frühchenstation im Krankenhaus aus

Ausgerechnet auf der Frühchenstation: In einem Hamburger Krankenhaus breitet sich der Klebsiella-Keim aus. Bereits 13 Babys sind erkrankt.

Das Altonaer Kinderkrankenhaus in Hamburg hat momentan mit einem Keim zu kämpfen. Auf der Intensivstation für Frühchen ist der Erreger zunächst bei einem Kind aufgefallen. Mittlerweile sind bereits 13 Babys betroffen.

Es handelt sich um einen Keim namens Klebsiella pneumoniae. Ärzte weisen jedoch nachdrücklich daraufhin, dass es sich nicht um die multiresistente Form handelt. Diese sorgte bereits in mehreren Krankenhäusern für Aufruhr, ganze Stationen mussten geschlossen werden, Patienten starben.

Im Altonaer Kinderkrankenhaus trete jedoch eine andere Form des Erregers auf. Diese ist für die meisten Erwachsenen harmlos, viele Menschen tragen den Keim sogar unbemerkt in sich. Bei immunschwächeren Personen kann das Bakterium jedoch eine Lungenentzündung, Blutvergiftung oder Hirnhautentzündung auslösen.

Aus diesem Grund sind viele Eltern auf der Frühchen-Station in Panik. Wie die Morgenpost berichtete, hatten sich bereits andere Babys angesteckt, weil das erkrankte Kind nicht direkt isoliert wurde. Ein Vater wirft dem Krankenhaus „grobe Fahrlässigkeit“ vor. 

Mittlerweile sind die Frühchen, die sich mit dem Erreger infiziert haben, isoliert. Trotzdem ist die Zahl der Erkrankten auf 13 gestiegen. Das Altonaer Kinderkrankenhaus äußerte sich der Morgenpost gegenüber, dass Hygienerichtlinien vorschriftlich eingehalten wurden und betonte abermals, dass es sich keinesfalls um einen multiresistenten Keim handele. Erkrankte Babys könnten einfach mit Antibiotika behandelt werden. 

Vom Klebsiella-Keim sollte somit keine akute Gefahr ausgehen. Trotzdem sollte Hygiene auf der Intensivstation an erster Stelle stehen – woher der Erreger stammt, ist nicht klar. Auch durch mangelnde Handdesinfektion von Eltern oder Personal können die Bakterien übertragen worden sein.

 

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(ww4)

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