Aufsicht im SchwimmbadHamburg: Mehrere Kinder beinahe ertrunken - Eltern abgelenkt durch Smartphones und Co.

Drei Kinder mussten in weniger als drei Wochen in Schwimmbädern wiederbelebt werden. Der Hamburger Schwimmbad-Betreiber Bäderland warnt jetzt.

 

Wenn das Wetter gut ist und überall Ferien sind, dann wird es allerorts voll in den Frei- und Schwimmbädern. So auch in Hamburg. Nun warnt allerdings der Betreiber Bäderland davor, dass Eltern ihre Kinder beim Planschen und Spielen im Wasser bloß nicht aus den Augen lassen sollen. Der Hintergrund für diese Warnung ist ein ernster. 

In noch nicht einmal drei Wochen mussten in Hamburg drei Kinder aus dem Wasser gezogen und wiederbelebt werden. Glücklicherweise wurden die Unfälle alle rechtzeitig bemerkt, sodass den Kindern geholfen werden konnte. Das Schwimmbadpersonal leitete sofort Maßnahmen zur Rettung und Reanimation ein. Betroffen war erst diese Woche ein fünfjähriges Mädchen in Blankenese. Zwei Wochen zuvor retteten Bäderland-Mitarbeiter einen Vierjährigen und ein zehn Jahre altes Mädchen aus dem Wasser.

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Eltern verletzen ihre Aufsichtspflicht im Schwimmbad

Gegenüber dem Hamburger Abendblatt erklärte Andreas Mohr, der bei Bäderland für die Rettungsausbildung des Personals zuständig ist: "Das Verhalten von Eltern im Schwimmbad hat sich geändert." Heutzutage starren viele eher auf ihre Smartphones und Tablets, anstatt auf ihre Kinder zu achten. Eine weitere Gefahr nach Aussage von Mohr: Viele Kinder laufen ohne Schwimmflügel am Beckenrand entlang. Er rät dazu, Kindern während der gesamten Zeit im Schwimmbad die Schwimmflügel nicht abzunehmen. Außerdem ist sehr wichtig, den Kinder rechtzeitig beizubringen, wie sie richtig schwimmen. Bäderland-Sprecher Michael Dietl weist ausdrücklich darauf hin: "Am gefährdetsten sind Kinder, kurz bevor sie ins schwimmfähige Alter kommen."

Eltern sollten sich dessen bewusst sein, dass die Bademeister keine direkte Betreuung für jedes einzelne Kind leisten können. Sie dürfen ihre Aufsichtspflicht nicht vernachlässigen, sollten sich zum Beispiel aber auch nicht zuviel zumuten. Wer einen Schwimmbadbesuch mit einer größere Gruppe von Kindern plant, sollte am besten noch Erwachsene als zusätzliche Aufsichtspersonen mitnehmen. 

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