UnfallHamburg: Obdachloser rettet betrunkenen Mann aus Alster

Nach einer Feier ist ein 62-jähriger Mann betrunken in die Außenalster nahe der Kennedy-Brücke gefallen. Ein 30-jähriger Obdachloser rettete ihn und alarmierte den Notarzt. 

Die Außenalster in Hamburg misst derzeit nicht mehr als zwei Grad. Ein Sturz in das eiskalte Wasser kann innerhalb von 15 Minuten zum Tod durch Unterkühlung führen. Letzte Woche Freitag ist ein Mann vermutlich gerade mal eben diesem Schicksal entkommen. Der 62-jährige war von einer Feier gegen ein Uhr nachts betrunken in Richtung Außenalster gelaufen und nahe der Kennedybrücke in den Nebenfluss der Elbe gestürzt. Er schrie um Hilfe. Ein Obdachloser, der unter der Brücke sein Zelt aufgeschlagen hatte, hörte ihn und zog ihn beherzt und unter großer Anstrengung aus dem brusttiefen Wasser. Der 30-jährige Retter hatte ein Handy und verständigte einen Notruf. "Der 62-Jährige wurde unterkühlt in ein Krankenhaus eingeliefert", sagte die Polizei. 

Hamburg: Obdachloser rettet betrunkenen Mann aus AlsteriStock

 

Sturz in die Alster keine Seltenheit

Vor dem Unglück hatte sich ein anderes an der Außenalster ereignet: Ein 50-jähriger Mann lief leichtsinnig auf das zugefrorene Gewässer und brach etwa 30 Meter vom Ufer entfernt ein. Er konnte gerettet werden. Ein anderer Mann hatte nicht so viel Glück: Der 38-Jährige brach in der zugefrorenen Luhe in Hamburg-Harburg ein und erfor. Die Polizei hatte ausdrücklich davor gewarnt, Eisflächen zu betreten.

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