In Falle gelocktHamburg: Polizisten an Silvester mit Raketen beworfen

In der Silvesternacht kam es vermehrt zu Angriffen auf Polizisten. In Schnelsen lockte eine Gruppe herbeigerufene Einsätzkräfte in eine Falle. 

In einigen deutschen Städten, darunter Köln und Mannheim, kam es in der Silvesternacht zu Angriffen auf Polizisten und Feuerwehrkräfte. In Hamburg wurde gleich drei Fälle von Gewalt an Beamten bekannt: Am Barmbeker Markt und am Jungfernstieg sowie in Schnelsen. Dort haben laut Polizei etwa 40 Leute zwei Mülleimer auf der Straße angezündet und anschließend die Einsatzkräfte gerufen. 

Als die Polizisten eintrafen, haben mehrere Polizisten und Feuerwehrleute mit Böllern und Raketen beworfen. Einige Beamte mussten Helme aufsetzen, da sie mit illegalen Böllern, die noch gefährlicher sind, attackiert wurden. Ein 20-Jähriger soll sogar mit einer Schreckschusspistole auf einen Streifenwagen geschossen haben. Der Mann konnte wenig später überwältigt werden. „Wir sind davon total überrascht worden“, so eine Sprecherin weiter. „Damit hatten wir nicht gerechnet.“ Zum ersten Mal seien Einsatzkräfte an Silvester gezielt angegriffen worden. 

Polizeipräsident Ralf Martin Meyer kündigte an, die Vorfälle zu analysieren.

 

Silvester: Böller-Verbot als Konsequenz?

Angriffe, Unfälle, Geldverschwendung und schlecht für Tiere und Umwelt: Feuerwerkskörper sehen zwar hübsch aus - die Liste an negativen Nebeneffekten ist jedoch lang. In einigen deutschen Städten sind Böller an Silvester verboten gewesen, doch in unzähligen Städten sind die Knallkörper noch erlaubt. Ob die jüngsten Vorfälle dazu beitragen, dass das Böllern ganz verboten oder zumindest stark eingeschränkt wird, bleibt abzuwarten. 

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