Coronavirus

Hamburg: Reiserückkehrer geht feiern - 130 Menschen müssen in Quarantäne

Weil ein Deutscher nach seiner Rückkehr aus Spanien positiv getestet wurde, müssen 130 Personen in Quarantäne.

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Ein Reiserückkehrer aus Spanien ging in zwei Bars im Hamburger Stadtteil St. Georg feiern, obwohl er bereits Corona-Symptome zeigte. Als Folge müssen nun 130 Menschen in Quarantäne. Hamburgs Bürgermeister Peter Tschentscher spricht sich für härtere Einreiseregeln aus.

Reiserückkehrer geht feiern - 130 Menschen in Quarantäne

Der Urlauber sei vor seinem Rückflug nach Hamburg negativ getestet worden. Einen Tag nach der Ankunft habe er dann am Samstag in der Langen Reihe gefeiert. Zunächst war er in der Kneipe "Kyti Voo" und dann von 20 Uhr bis 1 Uhr nachts in der "M & V-Bar".

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In beiden Kneipen sollen die Corona-Regeln mutmaßlich nicht streng genug eingehalten worde sein. So sollen die Tische eng beieinander gestanden haben und für den gesamten Betrieb habe es nur einen App Check-In gegeben, berichtet der NDR.

Mann wenige Tage nach Kneipentour positiv getestet

Wenig später wurde der Mann dann positiv auf das Coronavirus getestet. Die Folge: Alle Personen, die gleichzeitig mit dem Infizierten in den Bars waren, müssen je nach Fall bis zu 14 Tage in Quarantäne. Das gelte auch für vollständig Geimpfte. Dabei handelt es sich um  130 Hamburgerinnen und Hamburger. Da diese danach aber noch weitere fünf Tage in der Stadt unterwegs waren, könnten noch mehr Menschen betroffen sein.

Bisher ist noch nicht klar, ob und wie viele Personen sich bei dem Mann angesteckt haben. Direkt vor und nach der Rückreise negativ getestet zu werden, sei kein Freifahrtschein, erklärte die Sozialbehörde zu dem Fall. Bürgermeister Peter Tschentscher hatte aufgrund der Einschleppung der Delta-Variante nach Deutschland zuletzt eine strengere Handhabung gefordert.

Tschentscher fordert strengere Einreiseregeln

So sollten seiner Ansicht nach alle nicht geimpften Reiserückkehrer aus Risikogebieten und Hochinzidenzgebieten grundsätzlich in Quarantäne gehen, die frühestens nach fünf Tagen bei einem negativen PCR-Test aufgehoben werden dürfe. Derzeit müssen Urlauber aus Risikogebieten lediglich einen negativen Test bei der Einreise nach Deutschland vorweisen, um die Quarantänepflicht zu umgehen.

Artikelbild und Social Media: IMAGO / Sven Simon

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