Neue GesetzeHandy am Steuer, Rettungsgasse: Verkehrssünder müssen höhere Strafen zahlen

Wer mit einem Handy am Steuer erwischt wird oder keine Rettungsgasse bildet, muss ab sofort höhere Geldbußen zahlen. Für andere Verkehrssünden erhöht sich die Strafe ebenfalls.

Vor zwei Jahren war das größte Risiko im Straßenverkehr: Alkohol oder zu schnelles Fahren. Hauptursache für Verkehrsunfälle heute? Elektronische Geräte, wie unser Handy! Aus diesem Grund hat der Gesetzesgeber am Donnerstag die Strafen erhöht. 

Handy am Steuer, Rettungsgasse: Verkehrssünder müssen höhere Strafen zahlen
Wer ein Handy während des Autofahrens benutzt, muss ab jetzt tiefer in die Tasche greifen. 
Foto: iStock

Autofahrer, die eine Rettungsgasse behindern, müssen ebenfalls mit einer angehobenen Geldstrafe rechnen. "Um Menschenleben nach einem Verkehrsunfall zu retten und Unfallopfer zu versorgen, kommt es auf jede Sekunde an", sagte der Deutsche Verkehrssicherheitsrat (DVR) dazu.

 

Höhere Geldstrafen für Verkehrssünden im Überblick

  • Wer mit einem Handy am Steuer hantiert, muss nun 100 Euro Strafe zahlen. Zuvor waren es 60 Euro. Entsteht dabei sogar ein Unfall mit Sachbeschädigung, drohen 200 Euro Bußgeld, ein Monat Fahrverbot und zwei Punkte in Flensburg. Neu: Neben Smartphones und Autotelefonen sind jetzt außerdem Tablets und Laptops oder andere Kommunikationsgeräte verboten im Auto. Das Verbot gilt auch bei einer Start-Stopp-Automatik. Der Motor muss ausgeschaltet sein, das Fahrzeug komplett stehen.
  • Autofahrer, die eine Rettungsgasse behindern, müssen künftig 200 Euro zahlen - zuvor waren es nur 20 Euro. In Härtefallen kann sich die Strafe auf 320 Euro und ein Monat Fahrverbot erhöhen. Neu: Wenn Einsatzwagen von Polizei und Rettungswagen nicht sofort der Weg freigemacht wird, bedeutet das 240 Euro Strafe und ein Monat Fahrverbot. Dies ist unabhängig von einer Rettungsgasse.
  • Das Gesicht des Autofahrers muss sichtbar und darf nicht verhüllt sein. Sonst droht eine Strafe von 60 Euro - Motorrad- und Rollerfahrer natürlich ausgenommen, da sie einen Schutzhelm tragen.

Zudem gilt seit dem 13. Oktober ein neues Gesetz für illegale Straßenrennen: Wer diese organisiert macht sich bereits strafbar. Als Teilnehmer eines solchen Rennens, die in Deutschland immer mehr zugenommen haben, muss mit zwei Jahren Haft gerechnet werden. Wird dabei jemand getötet oder verletzt, drohen bis zu zehn Jahre Haft. Vor dieser Änderung musste lediglich ein Bußgeld von 400 Euro gezahlt werden; zusätzlich wurde ein Monat Fahrverbot verhängt. 

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