GesetzHartz 4 für EU-Bürger: Das gilt jetzt

Ein neues Urteil schafft Klarheit: EU-Bürger müssen für einen Anspruch auf Hartz IV nicht ununterbrochen mindestens ein Jahr in Deutschland gearbeitet haben.

Inhalt
  1. Hartz-IV-Anspruch: ein Jahr Arbeit reicht
  2. Hartz IV: Stärkung der Rechte von EU-Bürgern
  3. Ein Grieche klagte erfolgreich für den Hartz-IV-Anspruch

Das Bundessozialgericht in Kassel hat entschieden: Auch nach einem Jobwechsel oder einer Arbeitslosigkeit kann der Anspruch für Hartz IV bestehen bleiben, wenn beide Beschäftigungen insgesamt mehr als ein Jahr gedauert haben. Bisher mussten Betroffene ununterbrochen ein Jahr gearbeitet haben, um einen Anspruch zu haben. 

 

Hartz-IV-Anspruch: ein Jahr Arbeit reicht

Wenn zwei Beschäftigungen von einer kurzen Arbeitslosigkeit unterbrochen wurden, und insgesamt mehr als ein Jahr gearbeitet wurde, dann ist Hartz IV fällig. Offen ließ das Gericht allerdings, ob das auch zutrifft, wenn mehrere Jobs durch Arbeitslosigkeit unterbrochen wurden.

 

Hartz IV: Stärkung der Rechte von EU-Bürgern

Mit dem neuen Urteil stärkt das Bundessozialgericht die Rechte von EU-Bürgern. Hat ein EU-Bürger mehr als zwölf Monate sozialabgabepflichtig gearbeitet, kann er sogar unbefristet Hartz IV erhalten. 

 

Ein Grieche klagte erfolgreich für den Hartz-IV-Anspruch

Für diesen Urteilsspruch hat ein Grieche gesorgt. Er arbeitete in einem Restaurant  vom Dezember 2013 bis Oktober 2014. Anschließend war er zwei Wochen arbeitslos. Direkt danach arbeitete er weitere vier Monate in einem neuen Job. Die Behörde bewilligte aber nur ein halbes Jahr Arbeitslosengeld, weil er nicht durchgehend gearbeitet hat. Dagegen klagte er. Und ihm wurde recht gegeben.

 

Wofür Hartz-IV-Empfänger ihr Geld ausgeben, erfährst du im Video.

 

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