Alternativen für Hartz 4Hartz 4: Solidarisches Grundeinkommen startet in Deutschland

Die ersten Modellprojekte für Hartz-4-Alternativen in Deutschland gehen in die Praxisphase. Das solidarische Grundeinkommen startet in Berlin mit 1.000 Teilnehmern.

Das solidarische Grundeinkommen startet schon bald. Die ersten Teilnehmer haben bereits ihre Arbeitsverträge unterschrieben. In dem bundesweit einzigartigen Modellprojekt kommt der Staat für den Arbeitsalltag von bisher arbeitslosen Menschen auf. Rund 1.000 Menschen wird so ein sozialversicherungspflichtiger Job finanziert. Ziel ist es Alternativen zu Hartz 4 aktiv zu testen.

 

Hartz-4-Alternative: Gemeinnützige Arbeit gegen Grundeinkommen

Die Arbeitslosen werden im gemeinnützigen Bereich wie zum Beispiel in Landesunternehmen, in der Verwaltung oder in sozialen Einrichtungen eingesetzt. Das Projekt soll vorerst fünf Jahre laufen. Eine Übernahme und dauerhafte Beschäftigung werden aber in Aussicht gestellt.

Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller hat den Modellversuch auf den Weg gebracht. "Das solidarische Grundeinkommen kann und soll nicht alle Probleme lösen", meint der SPD-Politiker. Er ist aber auch der Meinung, dass Digitalisierung und Automatisierung in der Arbeitswelt eine "neue soziale Agenda" erfordern. Das Ziel sei es, Arbeitslosen möglichst früh langfristige und versicherungspflichtige Stellen zu vermitteln, statt sie mit immer wieder neuen und kurzweiligen Maßnahmen abzuspeisen.

 

Solidarisches Grundeinkommen: Ein Modell der Zukunft?

Das Gehalt der Teilnehmer orientiert sich am Tarif- oder Mindestlohn der jeweiligen Branche. Schon im Vorfeld boten Dutzende Arbeitgeber Stellen an. Der Bund lehnte eine Unterstützung des Projektes allerdings ab.

Wer wann Arbeitslosengeld II bekommt, erfährst du oben im Video.

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