ArbeitslebenHartz IV-Änderung: Diese Jobs muss jetzt niemand mehr annehmen

arbeitsagentur
Hartz IV-Empfänger müssen nicht jeden Job annehmen.
Foto: iStock

Die Bundesagentur für Arbeit hat die Kriterien für Hartz IV überarbeitet. In der Überarbeitung ist konkretisiert, welche Jobs abgelehnt werden dürfen.  

Wer Hartz IV bezieht, soll so schnell wie nur möglich wieder ins Arbeitsleben einsteigen. Dafür werden Arbeitslose mit Hartz IV-Anspruch regelmäßig mit Jobangeboten versorgt. Oftmals werden diese jedoch abgelehnt; laut Bild wurden 2016 ganze 93 327 Sanktionen gegen Hartz-IV-Empfänger verhängt, weil diese eine Arbeitsstelle ablehnten

Tatsächlich müssen Hartz-IV-Empfänger nicht jeden Job annehmen. Wenn ihnen eine Arbeit als "unzumutbar" erscheint, können sie diese zu Recht verweigern. Wann eine Arbeitsstelle als "unzumutbar" anzusehen ist, wurde nun von der Bundesagentur für Arbeit (BA) neu festgelegt. Demzufolge können Arbeitsstellen abgelehnt werden aus seelischen Gründen: Menschen mit einer Essstörung müssen nicht als Koch arbeiten, Alkoholiker nicht als Barkeeper und Depressive nicht in extrem stressigen Jobs. 

Video: Hierfür geben Hartz IV-Empfänger ihr Geld aus

 

Auch wegen ihrer körperlichen Anforderungen können Jobs abgelehnt werden. Ein Konzertpianist muss beispielsweise nicht auf dem Bau arbeiten, wenn dadurch seine Fingerfertigkeit gefährdet wird. Man ist überdies nicht dazu gezwungen, Angehörige zu pflegen und kann aus persönlichen Gründen eine Stelle ablehnen. Auch wenn eine angebotene Stelle einen in religiöse oder kulturelle Konflikte bringen würde, wie zum Beispiel im Falle eines Moslems, der mit Schweinefleisch arbeiten muss, kann die Stelle abgelehnt werden. 

 

Kategorien: