Arbeitslosengeld IIHartz-IV: Alle Jobcenter haben bald elektronische Akten

Nach dem Vorbild der Bundesagentur für Arbeit werden bald alle Jobcenter in Deutschland nur noch elektronische Akten von Hartz-IV-Empfängern führen.

Damit Papierstapel und lange Bearbeitungszeiten endlich ein Ende habe, führen alle 303 Jobcenter in Deutschland elektronische Akten ein. Im bayrischen Ebersberg und Starnberg ist die Digitalisierung bereits in vollem Gange. Zur Veranschaulichung: Eine Kundenakte umfasse laut Gerhart Schindler, Geschäftsführer des Jobcenters in Starnberg, rund 300 Blätter. Rechnet man die Anzahl auf die 2000 erwachsenen Hartz-IV-Empfänger hoch, macht das einen Papierwald von 600 000 Blättern Papier. 

Durch die Digitalisierung soll die Umwelt geschont und das Arbeiten erleichtert werden. "Das Jobcenter wird seinen Kundenservice mit diesem Entwicklungsschritt nach einer Anlaufphase weiter verbessern können", sagt Geschäftsführer Hermann Schmidbartl. "Durch die E-Akte sind die Schriftstücke auf dem Bildschirm abrufbar. Dadurch können telefonische und persönliche Anfragen einfacher und schneller beantwortet werden".

Hartz-IV: In allen Jobcenter wird die elektronische Akte eingeführtiStock

 

Das ändert sich für Hartz-IV-Empfänger durch die Digitalisierung

Alle Anträge und Dokumente, die im Jobcenter ab jetzt per Post eingehen, werden zukünftitg eingescannt und elektronische gespeichert. Die Kundenakte kann so bei Bedarf ganz schnell aufgerufen werden, weshalb telefonische Fragen schneller beantwortet oder bearbeitet werden können. Für Hartz-IV-Empfänger bedeutet das: "Es sollen nur noch Kopien eingereicht werden", sagt Gehart Schindler. "Das betrifft Mietverträge, Arbeitsverträge, Kontoauszüge, Lohnabrechnungen und andere wichtige Dokumente." Das Original soll beim Besitzer bleiben, es sei denn, sie werden eingefordert. In diesem Fall werden sie aber wieder zurückgeschickt. Nach der Digitalisierung werden die Kopien zwei Monate aufbewahrt und dann fachgerecht vernichtet.

Der Datenschutz soll im Zuge Digitalisierung vollstens gewährt werden. Dem  werde "höchste Priorität eingeräumt", so Schindler.

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