Bundesagentur für ArbeitHartz-IV-Empfänger: Bayern verhängt die härtesten Strafen

Aktuelle ausgewertete Zahlen zeigen: Die Bundesagentur für Arbeit im bayerischen Neu-Ulm verhängt die härtesten Strafen für Hartz-IV-Empfänger. 

Insgesamt zehn Millionen Strafen hat die Bundesagentur für Arbeit in Deutschland in den letzten zehn Jahren verhängt. Laut aktueller Zahlen, die Focus auswertete, hat die Bundesagentur für Arbeit allein im Zeitraum zwischen August 2016 und Juli 2017 ungefähr 951.407 Sanktionen gegen Hartz-IV-Bezieher ausgesprochen. Über 70 Prozent gehen dabei auf Meldeversäumnisse zurück, 137.00 Hartz-IV-Empfängern wurde das Arbeitslosengeld II komplett gestrichen, da Meldetermine versäumt und Vereinbarungen missachtet wurden. 

Hartz-IV-Empfänger: Bayern verhängt die härtesten Strafen iStock

 

Neu-Ulm verhängt die höchsten Geld-Strafen

Die härtesten Strafen verhängt das Jobcenter in Neu-Ulm. Der Hartz-IV-Satz wird in der Kreisstadt durchschnittlich um 187 Euro gekürzt. Nimmt man alle Ämter in Bayern unter die Lupe, so kommt es zu einer durchschnittlichen Streichung von Sanktionen in Höhe von 122,75 Euro. Im Bundesländervergleich bildet Hamburg mit 101,46 Euro das Schlusslicht. Im Durchschnitt kürzte die Agentur für Arbeit in Deutschland 109 Euro.

Die Minderung des Hartz-IV-Satzes gilt in der Regel für drei Monate, weshalb vielen Arbeitslosengeld II-Beziehern statt 409 Euro nur noch 300 Euro zur Verfügung steht. 

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