RückzahlungHartz-IV-Empfänger muss 75.000 Euro zahlen

Der Hartz-IV-Empfänger muss die Beiträge an das Jobcenter zurückzahlen.
Der Hartz-IV-Empfänger muss die Beiträge an das Jobcenter zurückzahlen.
Foto: iStock

Ein Hartz-IV-Empfänger aus Rheinland-Pfalz muss ganze 75.000 Euro an das Jobcenter zurückzahlen. Das Urteil ist gefällt – wie kommen Rückzahlungen solcher Höhe zustande?

75.000 und 130. Diese Zahlen werden einem Hartz-IV-Empfänger aus Rheinland-Pfalz so schnell nicht mehr aus dem Kopf gehen. Der alleinstehende Mann muss eine Summe von 75.000 Euro an das Jobcenter zurückzahlen. Und das aufgrund seines 130 Quadratmeter großen Hauses.

Das hat am Montag das Sozialgericht Koblenz beschlossen und damit dem Jobcenter in seiner Forderung Recht gegeben.

Die Ursache für die hohen Rückzahlungen liegt bereits einige Jahre zurück. Damals hatte der Mann beim Jobcenter angegeben, in einem Haus einer Größe von unter 100 Quadratmetern zu wohnen.

Hartz IV: Extreme Kürzungen als Bestrafung

Mehrere Jahre ging der kleine Schwindel gut. Dann kam heraus, dass das Haus größer ist, als angenommen. Zusätzlich nutzt der Hartz-IV-Empfänger die Wohnfläche nicht nur für sich selbst, sondern vermietet Teile seines 130 qm großen Hauses.

Hartz IV: Wer Ersparnisse hat, muss Leistungen zurückzahlen

Grundsätzlich steht Hartz-IV-Empfängern Eigentum natürlich zu – allerdings bis zu einer angemessenen Größe. Für Alleinstehende wird beispielsweise eine Wohnfläche von bis zu 90 Quadratmetern akzeptiert. Das Haus des Mannes lag damit 40 Quadratmeter über der zulässigen Grenze. Die über die Jahre bezogenen Leistungen standen dem Hartz-IV-Empfänger somit gar nicht zu. Jetzt sitzt der Mann vor einem angesammelten Schuldenberg von 75.000 Euro.

 

(ww4)

Kategorien: