PerspektivlosHartz-IV-Empfänger sind immer länger ohne Arbeit

Keine gute Nachrichten für Hartz-IV-Empfänger: Aktuellen Berichten zufolge sind sie immer länger ohne Arbeit. Neue Jobs zu bekommen, ist schwieriger geworden.

Im Juni 2017 war die Zahl der Arbeitslosen so niedrig wie schon seit Mitte 1991 nicht mehr. Gleichzeitig jedoch ist es für diejenigen, die aktuell Hartz IV beziehen immer schwieriger geworden einen neuen Job zu finden.

Wie die "Passauer Neue Presse" berichtet, war die Gruppe der Arbeitsfähigen, die im letzten Jahr Hartz IV bezogen haben, im Schnitt 629 Tage arbeitslos. Das sind 74 Tage beziehungsweise 13,3 Prozent mehr als noch im Jahr 2011. Diese Zahlen teilte die Bundesagentur für Arbeit auf Anfrage der Vize-Fraktionsvorsitzenden der Linken, Sabine Zimmermann, mit.

Der Grund dafür, dass Hartz-IV-Empfänger immer länger arbeitslos sind, ist, dass es für die Jobcenter immer schwieriger wird, sie zu vermitteln. Denn den Erwerbslosen fehlen wichtige Qualifikationen.

Ihre Betreuung ist nicht einfach. Im Durchschnitt ist nämlich ein Jobcenter-Mitarbeiter über 130 Langzeitarbeitslose über 25 Jahren zuständig.

Dabei soll es nach Berichten aus einzelnen Jobcentern vor allem die Betreuung der Arbeitslosen sein, die ihnen hilft, einen neuen Job zu finden.

"Die Perspektivlosigkeit für Hartz-IV-Beziehende hat in den letzten Jahren zugenommen", sagte Sabine Zimmermann.

(ww8)

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