ALG IIHartz-IV-Empfängern wurden 178 Millionen Euro gestrichen - wegen Sanktionen!

Im vergangenen Jahr haben die Jobcenter bundesweit mehr als 178 Millionen Euro an Hartz-IV-Leistungen gekürzt. Von den Sanktionen waren 136.799 Bezieher betroffen.

Die Bundesagentur für Arbeit gab nun auf Anfrage der Bundestagsabgeordneten Sabine Zimmermann (Die Linke) bekannt, dass in den letzten zehn Jahren zwei Milliarden Sanktionen für Hartz-IV-Empfänger verhängt wurden. Davon gab es allein 2017 etwa 178 Millionen Leistungskürzungen für 137.000 Menschen, was 3,1 Prozent aller Hartz-IV-Empfänger entspricht. Durchschnittlich bekamen sie 1.308 Euro weniger Zuschüsse im Jahr (monatlich 109 Euro). Die Zahlen liegen der BZ vor.

Insgesamt wurden 19.502 Hartz-IV-Bezieher mit mindestens einer Sanktion belegt; mehrere Kürzungen für eine Person sind aber auch möglich, weshalb die eigentliche Summe 952.840 beträgt. 

 

Darum hat das Jobcenter die Hartz-IV-Leistungen gekürzt

Die meisten Kürzungen gab es, weil Empfänger ohne oder ohne ausreichende Begründung Termine beim Jobcenter versäumt haben. Zudem werden Hartz-IV-Empfängern die Leistungen gekürzt, wenn sie ein Jobangebot oder eine Fortbildung verweigern. Das Verschweigen von zusätzlichem Einkommen führt ebenfalls zu Sanktionen.

Politikerin Zimmermann sprach sich dafür aus, die Sanktionen abzuschaffen. Stattdessen solle sich die Bundesregierung um mehr sowie fair bezahlte Arbeitsplätze kümmern.

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