Mutter erzähltHartz IV: Jobcenter kontrolliert durchs Küchenfenster - Leistung gestrichen

Eine junge Mutter bekommt Hartz IV. Doch nun wird ihr die Leistung gestrichen. Der Grund für ihren Ablehnungsbescheid: Sie wohnt angeblich nicht unter der angegeben Adresse.

Ein Mitarbeiter des Jobcenters kontrollierte eine zweifache Mutter, ob sie unter ihrer angegeben Adresse wohnt. Durch das Küchenfenster glaubte er festzustellen, dass die Wohnung leer stehe. Die 27-Jährige erzählte ihre Geschichte dem Sat1-Frühstücksfernsehen. Kurz nach der Begutachtung kam der Ablehnungsbescheid: "Sie haben keinen Anspruch auf Leistungen (...), da ihr gewöhnlicher und tatsächlicher Aufenthalt unter der oben angegeben Adresse nicht festgestellt werden konnte." Laut Aussage des Jobcenters, sei 31 Mal ein Außendienstmitarbeiter an der Wohnung gewesen und habe die Mutter nicht antreffen können.

Hartz IV: Hilft ein Widerspruch?

Der jungen Frau bleiben nun noch 670 Euro zum Leben. Sie bekommt Kindergeld und eine Unterhaltszahlung des Vaters der Kinder. 550 Euro Miete und 388 Euro Regelsatz sind ihr hingegen gestrichen worden. Einen Widerspruch legte die Mutter ein. Ob das Jobcenter noch einlenkt? Anwalt Christian Solmecke sagt: "Sollte sie nachweisen können, dass sie beispielsweise im Kindergarten war, als das Jobcenter sie kontrollierte, reicht das aus."

Wir wünschen es der 27-Jährigen. 

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