Kritik an SanktionenHartz IV: Jobcenter streicht 34.000 Empfängern das Geld

Missbrauchen die Jobcenter ihre Macht Sanktionen über Hartz-IV-Empfänger zu verhängen? Ein Bericht der Bundesregierung schürt neue Vermutungen.

Im Jahr 2017 wurden ganzen 34.000 Hartz-IV-Empfängern die Leistungen gestrichen. Angeblich sollen alle gegen die Auflagen der Jobcenter verstoßen haben. Wie die „Rheinische Post“ berichtete, geht das aus einer Antwort der Bundesregierung auf eine Anfrage der Grünen-Fraktion hervor. Nun soll überprüft werden, ob die Sanktionen wirklich notwendig waren und ob so vielen Menschen wirklich das Geld gestrichen werden musste.

Insgesamt sollen gegen 204.000 Hartz-IV-Empfänger zwei oder mehr Sanktionen verhängt worden sein. Bei weiteren 217.000 Leistungsberechtigte wurde nur eine Sanktion auferlegt. Doch bei den genannten 34.000 Betroffenen wurden die Gelder gleich komplett gestrichen.

Die Grünen lehnen das bestehende System der Leistungskürzungen schon lange ab. Sie fordern von Arbeits- und Sozialminister Hubertus Heil aus der SPD Reformen. Dieser hatte selbst schon angekündigt, die Hartz-IV-Bedingungen verbessern zu wollen. 

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