GesetzeHartz IV: Mietzuschüsse erhöhen sich ab Januar 2018 in Berlin

Ab Januar 2018 steigen die Mietzuschüsse für Hartz-IV-Empfänger um bis 17 Prozent. Zudem steigen die Wohnflächen für Alleinerziehende und Familien ab drei Personen.

Gute Nachrichten für Hartz-IV-Haushalte, die in Berlin wohnen: Ab Januar 2018 übernehmen Jobcenter oder Sozialamt zwischen sieben und 17 Prozent mehr Mietkosten. Sozialsenatorin Elke Breitenbach begrüßt diese Entscheidung: "Viele Menschen müssen sich ihre Miete buchstäblich vom Munde absparen. Ich bin froh, dass mit der Neuberechnung die Mieten von 86.000 Bedarfsgemeinschaften wieder vollständig übernommen werden können."

 

Mietzuschuss für Hartz-IV-Empfänger

Konkret bedeutet das: 

  • Alleinlebende bekommen statt 364,50 einen Zuschuss von 404 Euro Bruttokaltmiete. Das macht 39,50 Euro im Monat mehr. Die Höhe wird nach dem letzten Mietspiegel berechnet. Neu: Erstmals wurden nicht nur einfache, sondern auch mittlere Wohnlagen, sehr kleine und teure Wohnungen berücksichtigt.
  • Ein drei-Personen-Haushalt bekommt statt 518,25 Euro eine Erhöhung um 86,55 Euro, also 604, 80 Euro. Weitere Beispiele findest du hier
  • Außerdem steigt die Wohnfläche um jeweils 5 m² für Haushalte ab drei Personen und Alleinerziehende mit einem Kind.
  • Zusätzlich dürfen Personen, die seit zehn Jahren (zuvor waren es 15 Jahre) in einer Wohnung wohnen, den Richtwert um 10 Prozent überschreiten: Eine Single-Wohnung darf nun 444, 40 Nettokaltmiete kosten, statt 404 Euro.

In Deutschland bekommen 4.384.984 Menschen Arbeitslosengeld II.

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