Beschluss

Hartz-IV-Mütter sollen bald Vollzeit arbeiten, wenn...

Nach einem neuen Beschluss der Bundesagentur für Arbeit sollen arbeitslose Mütter bald Vollzeit arbeiten müssen - unter einer Bedingung. 

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Das Jobcenter soll künftig arbeitslose Mütter, die Hartz-IV beziehen, nicht nur als "Teilzeit"-suchend in der Datenbank führen, sondern auch für Vollzeitstellen gelistet werden. Allerdings nur, wenn der Vater ebenfalls arbeitssuchend ist und sich somit um die Betreuung des Nachwuchses kümmern kann. Das sieht ein Beschluss der Bundesagentur für Arbeit vor. 

Das Jobcenter soll künftig arbeitslose Mütter, die Hartz-IV beziehen, nicht nur als "Teilzeit"-suchend in der Datenbank führen, sondern auch fürVollzeitstellen gelistetwerden. Allerdings nur,wenn der Vater ebenfalls arbeitssuchend istund sich somit um dieBetreuung des Nachwuchseskümmern kann. Das sieht einBeschluss der Bundesagentur für Arbeitvor.

Bei arbeitslosem Vater: Mütter sollen Vollzeit arbeiten

In dem Revisionspapier heißt es, dass die Lebenssituation bei Müttern, die mit einem arbeitslosen Partner in einem Haushalt wohnen, nicht berücksichtigt wurde. "So wurde beispielsweise ihr Stellengesuch ausschließlich in Teilzeit geführt, obwohl grundsätzlich auch der arbeitslose Partner die Kinderbetreuung hätte sicherstellen können." Sonstige Einschränkungen hinsichtlich Dauer, Lage und Verteilung der Arbeitszeit (...) sollten nachvollziehbar begründet werde, heißt es in dem Papier. Die Anzahl an Vollzeitstellen ist oftmals höher als das Angebot an Teilzeitstellen. 

Hartz-IV-Mütter sollen bald Vollzeit arbeiten, wenn...
Das Jobcenter soll Mütter auch als Vollzeitsuchend führen, sofern der Vater die Kinderbetreuung übernehmen kann. Foto: imago images / Noah Wedel

Bundesagentur für Arbeit: Bessere Integration von Müttern in den Arbeitsmarkt

Die Bundesagentur für Arbeit verspricht sich mit der Maßnahme eine bessere Integration von Müttern in den Arbeitsmarkt. Eine zuvor von der Agentur für Arbeit durchgeführte Untersuchung zeigte, dass 43 Prozent der arbeitslosen Paare "kein zielführendes Handeln […] im Hinblick auf die Erhöhung der Integrationschancen" vorgelegen habe. So sind die sogenannten "Integrationsaktivitäten" bei Müttern deutlich geringer ausgefallen (52 Prozent), als bei Vätern (35 Prozent). 

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