Armut in DeutschlandHartz IV noch schlimmer als gedacht: RTL 2-Doku liefert Beweise!

In Deutschland sind rund 3,7 Millionen berufstätige Menschen armutsgefährdet. Für die TV-Doku "Armes Deutschland" hat RTL2 bei drei betroffenen Familien hinter die Kulissen geguckt.

Trotz Arbeit zu wenig Geld haben, um zu leben: In Deutschland betrifft dieses Problem aktuell 3,7 Millionen Menschen. Zwischen 2004 und 2014 ist die Zahl der von Erwerbsarmut Betroffenen um 10 Prozent angestiegen. In Deutschland hat inzwischen jeder zwanzigste Berufstätige einen zweiten Job, um genug Geld zum Leben zu verdienen. Dennoch reicht das Nettoeinkommen bei 3,7 Millionen Deutschen nicht. 

Insgesamt sind 15,7 Prozent aller Bundesbürger nach Angaben des Deutschen Paritätischen Wohlfahrtsverbandes akut von Armut bedroht. Das sind also 12,5 Millionen Menschen, die sich jeden Tag mit dem Problem konfrontiert sehen, nicht genügend Geld zu haben.

Besonders schlimm: Allein 2,7 Millionen Kinder sind von Armut bedroht. Großfamilien haben ein zusätzliches Armutsrisiko. Bei Familien, in denen es mehr als drei Kinder gibt, liegt die Wahrscheinlichkeit, dass es zu wenig Geld gibt, bei 27,4 Prozent. Noch höher ist das Risiko bei Single-Eltern. Knapp 44 Prozent der Alleinerziehenden sind von Armut betroffen.

In der TV-Dokumentation "Armes Deutschland - Stempeln oder abrackern?" zeigt der Sender RTL2 einen Blick hinter die Kulissen betroffener Familien. In vier Folgen werden mehrere Fälle vorgestellt. In der ersten Episode sind es drei Familien, die gezeigt werden.

Hartz IV noch schlimmer als gedacht: RTL 2-Doku liefert Beweise!
Isabella und Dennis: Die zwei Hartz-IV-Bezieher sind in der RTL2-Doku "Armes Deutschland" zu sehen.
Foto: RTL2

Da wäre zum einen Alleinverdienerin Sabrina (36), die versucht ihren Kindern Vanessa (17) und Tobias (15) ein so gutes Leben wie möglich zu bieten. Doch obwohl Sabrina berufstätig ist, bleiben ihrer Familie jeden Monat nicht mehr als 800 Euro. Vater Olaf ist nach einem schweren Unfall seit einem halben Jahr arbeitslos.

Knapp ist das Geld auch bei Achim (45) und Diana (42). Hier bleiben für die Eltern und ihre acht Kinder jeden Tag nicht mehr als 8,60 Euro pro Person. Mit diesem Budget muss alles abgedeckt werden: von den Schulmaterialien bishin zu den Lebensmittelkosten. Während Achim als Busfahrer tätig ist, möchte Diana nach Ende der Elternzeit unbedingt wieder arbeiten. Sie wollen nicht ewig auf Hilfe vom Staat angewiesen sein. 

Ganz anders verhält sich das bei Dennis (34) und Isabella (27). Das Paar lebt von Hartz IV - und das aus Überzeugung. Isabella erwartet aktuell ihr fünftes Kind. Bisher leben all ihre Kinder bei Pflegefamilien, weil die Situation der Eltern so katastrophal ist. Trotzdem wollen beide so lange Kinder in die Welt setzen, bis sie eins behalten dürfe.

Der Blick hinter die Kulissen dieser Familien ist ab Montag, 27.11.2017, um 20:15 Uhr bei RTL2 möglich.

 

(ww8)

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