Bundesagentur für ArbeitHartz-IV-Strafen leicht gestiegen: Der Grund für die Sanktionen

2017 wurden mehr Strafen für Hartz-IV-Empfänger verhängt als noch im Vorjahr. Dabei ließen sich die meisten Sanktionen einfach vermeiden.

Wer Arbeitslosengeld bezieht, muss sich an gewisse Regeln halten. Andernfalls hat man mit Strafen, wie beispielsweise Kürzungen der Beiträge, zu rechnen.

Die Bundesagentur für Arbeit hat im Jahr 2017 953.000 solcher Sanktionen verhängt – das sind 13.700 Strafen mehr als im Vorjahr. Insgesamt steigen die Zahlen damit etwas an. Die allgemeine Sanktionsquote bleibt hingegen stetig bei 3,1 Prozent. Im Verhältnis zur generellen Anzahl aller Hartz-IV-Empfänger werden somit immer noch gleich viele Strafen verhängt.

Interessant ist eine andere Information der Bundesagentur: Als Grund für die meisten Sanktionen werden Meldeversäumnisse genannt. Dieser Fehler ließe sich ganz einfach vermeiden. 77 Prozent der Strafen sind darauf zurückzuführen, dass Empfänger zum Beispiel Termine nicht wahrgenommen haben. Das Versäumnis muss man teuer bezahlen – in 733.800 Fällen wurde daraufhin die Leistung um zehn Prozent gekürzt.

Bei Meldeversäumnissen handelt es sich noch um ein verhältnismäßig kleines Delikt. In der Vergangenheit wurde immer wieder von Hartz-IV-Betrügern berichtet, die zum Beispiel Einkommen verschwiegen, um mehr Geld zu beziehen. Zudem sollen organisierte Hartz-IV-Banden unterwegs sein, die Menschen aus dem Ausland nach Deutschland bringen, um sie bei der Bundesagentur zu melden – und selbst die Beträge einzukassieren.

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