Die Kinder waren ihr zu anstrengendHartz IV-TV: Mama Jacky gibt Geld lieber für neue Tattoos & Nägel als für Kinder aus!

„Armes Deutschland – Stempeln oder abrackern?“ ist mit neuen Folgen zurück und gibt Einblick in den Lebensalltag der zweifachen Mutter Jacky, die ihre Kinder abgegeben hat, weil sie ihr zu anstrengend waren. Doch es wird noch besser.

Inhalt
  1. 10.000 Euro Schulden und noch nie gearbeitet
  2. Jacky ist süchtig nach Tattoos, Piercings & Drogen jeder Art
  3. Jacky will Menschenhasser-Tattoo auf der Stirn
  4. Armes Deutschland: Lieber Hunde als Kinder?

Jacky aus Bremerhaven hat schon in der letzten Woche bei „Armes Deutschland – Stempeln oder abrackern?“ für Aufsehen gesorgt. Die 24-Jährige hat ihre beiden kleinen Töchter im Alter von ein und zwei Jahren in eine Pflegefamilie abgeschoben, damit sie sich mehr auf ihr eigenes Leben mit Hund und Energy Drinks konzentrieren kann.

 

10.000 Euro Schulden und noch nie gearbeitet

Jacky lebt seit drei oder vier Jahren von Hartz 4 - so genau weiß sie das nicht mehr. Meistens steht sie erst mittags auf. Selbst Geld verdient hat sie noch nie in ihrem Leben. Am Tag der Auszahlung hebt sie immer gleich den ganzen Hartz-4-Satz ab, damit ihr kein Geld gepfändet werden kann. Mit ihren 24 Jahren hat Jacky nämlich bereits einen Schuldenberg von über 10.000 Euro angehäuft.

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Jacky ist süchtig nach Tattoos, Piercings & Drogen jeder Art

Neben ihrer Energy-Sucht ist Jacky auch ihr Äußeres besonders wichtig. Tattoos, Piercings, bunt gefärbte Haare und lange Kunstnägeln prägen ihr Erscheinungsbild. Ihre Nägel lässt sie sich sogar jeden Monat neu machen – immer sobald das Geld da ist. Letzten Monat hat sie 42 Euro für diesen Spaß bezahlt. Das ist fast ein Viertel ihres Hartz 4. Einsicht zeigt sie dabei nicht. Stattdessen erklärt sie, dass sie mit frischen Nägeln ja nicht arbeiten könne, das wäre viel zu schade. Viel lieber geht sie mit ihrer Freundin in eine Kneipe.

Jacky ist süchtig nach Energy Drinks.
Jacky gibt ihr Hartz 4 mit beiden Händen aus.
Foto: RTL2

Dort packt Jacky so richtig aus: Am Tag raucht sie eine Schachtel mit 28 Zigaretten, wenn sie sich das finanziell leisten kann. „Gesundheitsschädlich ist es, das weiß ich, genauso wie das mit dem Energy-Konsum. Aber ganz ehrlich – irgendwann sterbe ich sowieso“, kommentiert sie ihre Sucht gleichgültig. Gras, Speed, Kokain - hat sie alles schon genommen. Als sie noch bei ihrer Mutter lebte, habe sie sogar mit ihr zusammen Bong geraucht, erzählt Jacky schon fast stolz.

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Jacky will Menschenhasser-Tattoo auf der Stirn

Am Ende des Abends fasst Jacky noch einen besonderen Entschluss. Sie will sich mal was gönnen und deshalb in Zukunft jeden Monat ein neues Piercing zulegen. Auch einen neuen Tattoowunsch hat sie schon: Jacky hätte gern das Wort „Misanthrop“ (zu Deutsch: Menschenfeind) auf ihrer Stirn stehen. „Ich find das cool, auch das Wort“, erklärt sie. Was andere Menschen dazu sagen könnten oder was für einen Einfluss das auf ihre Zukunft haben könnte, ist der zweifachem Mutter egal. „Es könnte abschreckend sein, wenn ich irgendwann arbeite – aber ist mir so gesehen eigentlich relativ egal. Weil entweder nehmen die Leute mich oder eben nicht“, stellt sie ihren Standpunkt klar.

 

Armes Deutschland: Lieber Hunde als Kinder?

Doch damit nicht genug, auch der Wunsch nach einem zweiten Hund schlägt stark in Jackys Brust. Kurzerhand fährt sie daher mit einer Freundin zu einer Züchterin in der Gegend. Der kleine Hund soll 350 Euro kosten. Eigentlich viel zu teuer für Jacky. Allein ihr Hartz 4 beträgt jeden Monat nur 304 Euro. Fast wöchentlich leiht sie sich Geld bei Freunden. Auch das ist ihr egal – der Hundebesitzerin zum Glück aber nicht: Ihr ist die finanzielle Situation der zukünftigen Besitzer sehr wichtig. Die Frau hat Angst, dass man sich wegen zu hoher Tierarztkosten dazu entscheiden könnte, den Hund frühzeitig einschläfern zu lassen. Ihr ist es wichtig, das Tier in ein gutes Zuhause abzugeben. Jacky kann diese Entscheidung nicht verstehen und sich trotzdem weitere Hunde ansehen. Für den Traum von einem Zweithund will sie kämpfen – anders als um ihre Kinder.

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