Studie zur ArbeitslosigkeitHartz IV: Zahl der Empfänger von Arbeitslosengeld II stagniert

Seit 2011 bleiben die Zahlen der Hartz-IV-Empfänger gleich. Und trotzdem boomt der Arbeitsmarkt. Eine Studie zeigt, woran es liegt.

Laut einer am vergangenen Mittwoch erschienenen Studie des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW) ist die Zahl der Hartz-IV-Empfänger seit 2011 nicht mehr gesunken. Obwohl der Arbeitsmarkt immer mehr Beschäftigte aufnehmen kann und auch Arbeitslose ohne Berufsausbildung einen Job gefunden haben, stagniert die Zahl der Bezieher. Die Studie zeigte, dass die Zahl bei etwa sechs Millionen Menschen liege und, dass die Initiativen, „Hartz IV durch öffentliche Förderung von Langzeitarbeitslosen zu ersetzen“ zu kurz greife.

Ein wichtiger Faktor sei „ein starker Zuwachs an anerkannten Asylsuchenden“. Somit steige auch die Zahl der bedürftigen Kinder. Die zuwanderungsbedingte Hilfsbedürftigkeit ist so hoch, dass im Dezember 2017 Personen mit Migrationshintergrund und deutscher Staatsbürgerschaft einen Anteil von 56 Prozent aller erwerbsfähigen Hilfebedürftigen ausmachte.

Ebenfalls ist Kinderarmut weitverbreitet, schreibt der „MDR“. Der Staat zahlt für drei Millionen Kinder, damit ihr Existenzminimum gesichert ist. Doch das ist nicht alles. „Denn viele Familien beantragen Leistungen erst gar nicht, die ihnen aufgrund ihres geringen oder fehlenden Einkommens eigentlich zustehen“, erklärt der Präsident des Kinderschutzbundes Heinz Hilgers dem „MDR“.

Weiterlesen 

>>> Hartz IV: Deckt sich der Regelbedarf mit den realen Bedürfnissen?

>>> Hartz-IV-Empfängern drohen jetzt härtere Strafen bei Arbeitsverweigerung

>>> Hartz IV: 10 Tipps, die jeder Empfänger kennen sollte

Kategorien: