Er schrieb über 200 BewerbungenHartz und herzlich: Jens bekommt Job nicht, weil er angeblich zu dick sei

Bei „Hartz und herzlich“ auf RTL2 erhalten die Zuschauer wieder Einblick in das Leben von Hartz-IV-Empfängern. Auch Jens aus Pirmasens lebt aktuell vom Staat, sucht aber unermüdlich einen neuen Job.

RTL2 zeigt in „Hartz und herzlich – Das Winzler Viertel von Pirmasens“ wie ein Leben in Armut aussehen kann. Auch Jens (52) bezieht aktuell Hartz IV, allerdings gezwungenermaßen. Er würde sehr gerne arbeiten, muss er sogar, um seine geliebte Wohnung halten zu können, doch er findet einfach keinen Job.

 

Hartz und herzlich: Jens hat über 200 Bewerbungen verschickt

Der ehemalige Kraftwagenfahrer lebt aktuell von 60 Euro im Monat und spart so gut er kann. Doch das Geld reicht vorne und hinten nicht. Also schreibt Jens eine Bewerbung nach der anderen, um endlich wieder eine Arbeit zu finden. Insgesamt hat er schon Hunderte Anschreiben verschickt und lässt nichts unversucht. Doch irgendwie will ihn niemand einstellen. „Wenn ich die Onlinebewerbungen noch dazu rechne, dann waren es fast 200 Bewerbungen und ich hab bisher mal so drei bis vier Absagen gekriegt“, resümiert Jens die vergangenen Wochen.

Wenn Jens eine Zusage erhält, wird er nach nur wenigen Tagen aufgrund fadenscheiniger Begründungen wieder entlassen. Die paar so verdienten Euro müssen mit dem Hartz IV verrechnet werden, doch die Mühlen der Behörden mahlen langsam. So kann es durchaus passieren, dass der 52-Jährige trotz einiger Tage Arbeit erstmal weniger Geld hat als zuvor.

Jens sucht verzweifelt einen Job.
Jens sucht verzweifelt einen neuen Job. 
Foto: Tvnow
 

Wird Jens wegen seines Gewichtes benachteiligt?

Doch das will Jens sich nicht länger gefallen lassen. Als ein weiterer potenzieller Arbeitgeber ihm eine Schulung untersagt, weil er zu korpulent für die nötige Arbeitskleidung sei, wird er wütend. Ohne diese Schulung darf Jens den neuen Job nämlich nicht antreten. In seiner Rage schreibt Jens einen Brief und schickt ihn an diverse Zeitungen. Auch bei einem Anwalt sucht er Hilfe, doch der macht ihm nur wenig Hoffnung. Das Gleichstellungsgesetz, das an dieser Stelle greifen würde, bezieht sich nicht auf das Körpergewicht eines Menschen, sondern auf dessen Geschlecht, Herkunft, Hautfarbe oder Behinderung.

Somit geht alles weiter wie bisher und Jens Schreibt wieder eine Bewerbung nach der anderen.

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