Prozessauftakt in Duisburg Hartz und herzlich: Mord an Frank M. - Verdächtiger Nachbar vor Gericht

Der Mord an Frank M. zieht weitere Kreise. Der aus der RTL2-Sozialdoku „Hartz und herzlich“ bekannte Mann aus Duisburg wurde im August 2018 tot in seiner Wohnung aufgefunden. Am Montag hat nun der Prozess gegen den Angeklagten Manni S. begonnen.

Inhalt
  1. Hartz und herzlich: Mord an Frank M. vor Gericht
  2. Verdächtiger äußert sich nicht 
  3. Der Angeklagte und Frank M. waren befreundet

2016 lernten die Zuschauer der RTL2-Serie „Hartz und herzlich“ Frank M. (†47) kennen. Der Bewohner der Eisenbahnsiedlung in Duisbug-Friemersheim zeigte vor der Kamera Einblicke in sein Leben. Doch im August 2018 wurde dann die schreckliche Nachricht vom Tod des Frank M. bekannt. Er wurde in seiner Wohnung erwürgt.

 

Hartz und herzlich: Mord an Frank M. vor Gericht

Ausgerechnet sein Nachbar Manni S. (38) wurde von der Polizei verhaftet und muss sich nun vor Gericht wegen Totschlags verantworten. Der Prozessauftakt war am Montag vor dem Landgericht Duisburg. In der vom Staatsanwalt verlesenden Anklageschrift heißt es: „In der Nacht zum 17. August 2018 befand sich der Angeklagte in der Wohnung des späteren Opfers. Sie stritten sich um die Vaterschaft der Tochter des Angeklagten. Dann warf er Frank M. aufs Bett, warf sich auf ihn und würgte ihn.“

 

Verdächtiger äußert sich nicht 

Manni S. schwieg vor Gericht. Gegenüber dem psychiatrischen Gutachter machte er jedoch eine Aussage. „Er sagte, Frank sei sein Freund gewesen. Er habe mit der Tat nichts zu tun und zur Tatzeit zu Hause geschlafen. Das könne seine Frau bestätigen“, erklärte der Gutachter vor Gericht. Tatsächlich bestätigte die Frau des Angeklagten Jessy R. (37) das Alibi ihres Mannes. Manni S. sei die ganze Nacht bei ihr gewesen.

Allerdings wurde von den Ermittlern an der Wohnungstür des Mordopfers Blut des Verdächtigen gefunden. Zudem soll es noch weitere Beweise geben. Ob sich der Angeklagte noch selbst äußern wird, ist unklar. Ein Urteil wird im Juni 2019 erwartet.

 

Der Angeklagte und Frank M. waren befreundet

Frank M. war ein beliebter Bewohner der Eisenbahnsiedlung und mit dem Angeklagten befreundet. Ein Streit um die Vaterschaft der Tochter von Manni S. soll laut Anklage zu der tödlichen Tat geführt haben. Die Leiche von Frank M. wurde erst eine Woche nach dem Mord gefunden. Mitarbeiter seines Arztes hatten die Polizei informiert, als er mehrere Tage nicht vorbeikam, um sein Methadon abzuholen.

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