Hund & KatzeHaustiere: Was dürfen Vermieter verbieten?

Was Vermieter bei Haustieren entscheiden dürfen
Haustiere sind des Menschen liebste Weggefährten. Vermieter dürfen kaum eingreifen
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Dürfen Vermieter verbieten, Haustiere zu halten? Das Gericht hat im Präzedenzfall entschieden: Vermieter dürfen Hund und Katze nicht verbieten.

Das Amtsgericht Köln zeigt ein Herz für Tiere. In einem aktuellen Fall verklagte die Vermieterin ihre Mieterin, weil sich diese einen Hund zulegte, nachdem sie in die Wohnung eingezogen war. Die Vermieterin war der Meinung, dass die Mieterin ihre Erlaubnis hätte einholen müssen - schließlich stehe das im Mietvertrag drin.

Tatsächlich findet man in den meisten Mietverträgen solche Klauseln: "Tiere wie Hunde oder Katzen sind nur nach Rücksprache und ausdrücklicher Genehmigung des Vermieters erlaubt" oder sogar "Die Haltung von Hunden oder Katzen verboten." Nur in den seltensten Fällen sind Haustiere in Mietwohnungen und -häusern unbeschränkt erlaubt.

 

Haustierverbot im Mietvertrag ist unwirksam

Das Amtsgericht Köln entschied im vorliegenden Fall allerdings: Die Mieterin darf ihren Hund in der Wohnung behalten! Und nicht nur das. Das Gericht entschied, dass solche Formulierungen im Mietvertrag (s.o.) unwirksam sind!

Die Begründung der Richter: Zum einen ist nicht klar, ob eine Erlaubnis des Mieters überhaupt möglich ist. Zum anderen würden mit solchen Klauseln Mieter benachteiligt.

Ein weiterer Zusatz im Urteil: Vermieter müssen nicht darüber informiert werden, wenn sich Mieter ein Haustier zulegen - erst recht nicht, wenn es weder Lärm macht noch sonst wie stört.

 

(ww7)

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