ForschungHeißzeit statt Eiszeit: Neue Studie sagt neue Hitzewelle voraus!

Rückkopplungsprozesse und Kettenreaktionen: Physiker Jonathan Donges ist Co-Autor der Studie, die erklärt, wieso eine Heißzeit droht. 

Physiker Jonathan Donges warnt vor einer „Heißzeit“. Eine neue Studie sagt diese voraus, wenn die Schwelle von zwei Grad Celsius Erderwärmung überschritten ist. Laut dem Pariser Klimaabkommen solle sich die Begrenzung bei deutlich unter zwei Grad belaufen, schreibt die „FAZ“. So könnte sich das Klima durch Rückkopplungsprozesse selbst erwärmen. Das Ergebnis der Studie lautet, so erzählte es der Physiker in einem Interview mit dem Nachrichtenmagazin heute.de, dass die Erde, wenn es so weitergeht, wie bisher, sich bis zu fünf Grad Celsius erwärmen könnte.  

 

Wie funktioniert der Rückkopplungseffekt

Der Rückkopplungseffekt charakterisiert sich dadurch, dass wenn durch die Erderwärmung beispielsweise das grönländische Eisschild schmilzt, die Sonneneinstrahlung durch die Felsen und die Erde weniger ins All zurückgeworfen wird. Eis und Schnee reflektiert Sonnenlicht nämlich besser. Somit würde es wärmer werden und das Schmelzen des Schnees würde weiter voranschreiten.

Besonders betroffen von der Erwärmung wäre die Region um den Persischen Golf. Physiologisch wäre das Leben dort sehr schwierig, so würde beispielsweise Schwitzen den Körper allein nicht mehr regulieren können.

 

Ist der Klimawandel natürlich oder von Menschenhand gemacht?

Zur umstrittenen Theorie, ob die aktuelle Erderwärmung von Menschenhand gemacht ist oder nicht, hat der Physiker eine klare Antwort. „Die Klimaforschung kann heute sehr genau nachweisen, dass die aktuelle Erderwärmung durch den Menschen verursacht wird“, beantwortet Jonathan Donges die Frage des Nachrichtenmagazins. Der chemische Fingerabdruck ist lässt sich nicht übersehen. Und deswegen ist für den Physiker klar, dass primär die Ursache des Problems bekämpft werden sollte: die Treibhausgasemissionen.

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