So leicht kannst du Gutes tun Helfen mit Ehrenamt oder Spenden – was passt zu mir?

Soziales Engagement klingt nach einer großen Sache, ist aber ganz einfach. Mit einem Ehrenamt, Spenden oder einer Patenschaft kannst du helfen und mit wenig Aufwand viel Gutes tun.

Helfen
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Inhalt
  1. Helfen durch Spenden
  2. Helfen mit Kinderpatenschaften
  3. Hilfe für bedürftige Menschen in der Nähe
  4. Den Tieren und der Umwelt helfen
  5. Helfen durch Engagement für die Gesellschaft

Uneigennütziges Helfen ist ein Grundpfeiler unserer Gesellschaft. Mehr als 23 Millionen Menschen engagieren sich hierzulande ehrenamtlich. Ohne ihre Arbeit würden etliche Bereiche des öffentlichen Lebens zusammenbrechen. Beim Stichwort „soziales Engagement“ denken viele Menschen wohl zuerst an Tätigkeiten wie die Essensausgabe für Obdachlose oder Flüchtlingshilfe. Das Ehrenamt in Deutschland ist allerdings viel bunter. Und wenn deine Zeit knapp ist, du aber trotzdem Gutes tun möchtest, kann deine finanzielle Unterstützung helfen – mit einer Spende oder einer Kinderpatenschaft.

Soziales Engagement, Freiwilligendienst, ehrenamtliche Tätigkeit, Patenschaft: Unabhängig vom Überbegriff geht es beim Helfen in erster Linie darum, sich freiwillig für das Gemeinwohl einzusetzen. Bei dir in der Stadt oder in einem ganz anderen Teil der Welt. Du möchtest gern helfen, weißt aber noch nicht genau, wie? Bei unseren Vorschlägen wirst du bestimmt fündig.

 

Helfen durch Spenden

Diese Möglichkeit ist die schnellste und einfachste Möglichkeit, anderen Menschen zu helfen – auch, wenn du keine Zeit für ein Ehrenamt hast: Du kannst wohltätige Organisationen mit Spenden unterstützen. Welche vertrauenswürdig sind, erfährst du unter anderem beim Deutschen Spendenrat oder anhand des DZI-Spendensiegels. 2016 spendeten die Deutschen insgesamt 5,3 Milliarden Euro. Der Dezember ist traditionell der „umsatzstärkste“ Spendenmonat und verzeichnete 2016 sogar einen neuen Rekord. Generell sind regelmäßige Spenden-Abos aber ein guter Weg, um Organisationen nachhaltig bei ihrer Arbeit zu unterstützen.

 

Helfen mit Kinderpatenschaften

Du möchtest nicht einfach anonym spenden, sondern ganz konkret Kindern in Entwicklungsländern helfen? Und vielleicht sogar persönlichen Kontakt zu deinem Schützling knüpfen? Dann ist eine Kinderpatenschaft das Richtige für dich. Viele große Organisationen wie die SOS Kinderdörfer, die Kindernothilfe oder Plan International vermitteln Patenschaften rund um den Globus. Bei Plan International beispielsweise ist es Kern des Konzepts, dass sowohl dein Patenkind als auch seine Familie und die Gemeinde von deiner Unterstützung profitieren. Mit deinem Geld kann die Programmarbeit vor Ort und damit die Hilfe zur Selbsthilfe gefördert werden. Bildung, Aufklärung und die Stärkung der Kinderrechte sind nur drei Pfeiler der Projektarbeit. Ziel ist es, dass dein Patenkind sicher, ohne Hunger und ohne Gewalt aufwachsen kann.

So funktioniert eine Patenschaft bei Plan International:

  • mit nur 92 Cent am Tag kannst du deinem Patenkind und seiner Familie helfen
  • du bekommst Informationen über dein Patenkind und seine Familie
  • du kannst ihm Briefe schreiben und es sogar besuchen
  • die Patenschaft ist jederzeit kündbar
  • Was du bei der Übernahme einer Patenschaft beachten musst, erfährst du hier
 

Hilfe für bedürftige Menschen in der Nähe

Deutschland ist ein reiches Land und doch ist die soziale Not oft groß. Offiziellen Schätzungen zufolge wird es 2018 rund 536.000 wohnungslose Menschen in Deutschland geben, etwa jeder Zehnte von ihnen ein Kind. Aber auch wer ein Dach über dem Kopf hat, kann auf Hilfe im Alltag angewiesen sein. Bei immer mehr Hartz-IV-Empfängern reicht die staatliche Unterstützung nicht mehr für die Grundversorgung und viele Kinder aus solchen Haushalten gehen hungrig zur Schule.

Auch vor Krieg und Verfolgung geflüchtete Menschen sind in den Gemeinden auf neue Nachbarn angewiesen, die bereit sind zu helfen. Das reicht vom Spenden nicht mehr benötigter Kleidung über die Mitarbeit in Flüchtlingsunterkünften bis hin zur Hilfe bei Behördengängen. Soziales Engagement reicht auch über die reine Grundversorgung hinaus. Viele Senioren sind über Abwechslung im Altersheim dankbar und freuen sich über einen neuen Skatpartner oder jemanden, der ihnen vorliest. Auch die Telefonseelsorge ist auf Freiwillige, die helfen, angewiesen.

Etliche Organisationen engagieren sich im sozialen Bereich und sind über ihre jeweiligen Landes- und Kreisverbände stets auf der Suche nach neuen Mitarbeitern. Zu ihnen gehören:

 

Den Tieren und der Umwelt helfen

Auch in diesem Bereich ist die Mitarbeit von Freiwilligen und Ehrenamtlichen unverzichtbar. Große Organisationen wie:

sind über neue Helfer vor Ort dankbar. Mitarbeit an Infoständen und bei Kampagnen, fachliche Unterstützung, Jugendarbeit oder auch bereits das Backen eines Kuchens für ein Spendenfest sind gern gesehen. Wer möchte, kann auch direkt in der Natur helfen, zum Beispiel bei der Wartung von Krötenzäunen, dem Schutz von Brutplätzen oder bei der Ernte auf Streuobstwiesen.

Der Deutsche Alpenverein setzt bei seiner Arbeit ebenso auf freiwillige Helfer wie die Nationalparks und Biosphärenreservate vom Wattenmeer bis zum Südschwarzwald. Der Dachverband Europarc Deutschland hilft bei der Suche nach Angeboten in deiner Nähe.

Lokale Tierheime suchen ebenfalls oft händeringend nach Freiwilligen. Schließlich ist die Pflege der Tiere sehr zeitaufwändig. Wer möchte, kann beim Reinigen der Boxen, bei der Fütterung oder auch beim Gassi gehen mit den Hunden helfen. Insbesondere am Wochenende suchen viele Tierheime Unterstützer, um die fest angestellten Mitarbeiter zu entlasten.

 

Helfen durch Engagement für die Gesellschaft

Du kannst auch als Laie ganz direkt beim Funktionieren unseres Rechtsstaates helfen. Vergleichsweise viel Engagement verlangt das Amt des Schöffen. Diese ehrenamtlichen Richter arbeiten im Hauptverfahren von Strafprozessen neben hauptberuflichen Richtern und sind diesen bei der Urteilsfindung gleichgestellt. Schöffen werden für eine Amtsperiode von fünf Jahren gewählt. Genauere Informationen gibt es bei der Deutschen Vereinigung der Schöffinnen und Schöffen.

Wer in Not- und Unglücksfällen helfen möchte, kann sich beim Technischen Hilfswerk oder der Freiwilligen Feuerwehr vor Ort engagieren. In Baden-Württemberg, Bayern, Sachsen und Hessen gibt es zudem einen freiwilligen Polizeidienst.

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