Leben

Helmut Lotti: Was ihm wirklich aus seiner schwersten Lebenskrise half

Helmut Lotti steckte in einer schweren Lebenskrise. Was ihm wirklich geholfen hat...

Helmut Lotti steckte in einer schweren Lebenskrise. Was ihm wirklich geholfen hat...
Foto: IMAGO / Belga

Helmut Lotti: Der Sänger hat sich ein wahres Paradies erschaffen

Wenn Helmut Lotti durch seinen Garten streift und die letzten Äpfel der Saison erntet, fühlt er sich vollkommen entspannt und angekommen. Hier in seinem Haus in den Ardennen (Belgien) hat der erfolgreiche Sänger sich ein wahres Paradies erschaffen. Fernab des Trubels. Wir durften exklusiv einen Blick in das aufwendig renovierte Heim werfen und sprachen mit dem Musiker über Neuanfänge, schwere Zeiten und die Liebe.

Helmut Lotti: Wo früher die Schweine gegrunzt haben, ist heute mein Wohnzimmer

Sie haben sich mit der Renovierung dieses Hauses einen großen Traum erfüllt. War es viel Arbeit?

Das Haus stammt aus dem Jahr 1850 und hat schon viel erlebt: Es war in der Vergangenheit ein Schuhgeschäft, ein Gewürzladen und zeitweise sogar ein Bauernhof mit Schweinestall. Als ich es kaufte, gab es noch viele kleine Zimmer, einen Teppich, der nach Stall stank und reichlich Holzwürmer. Zwei Jahre hat es gedauert, bis ich endlich einziehen konnte. Dort, wo früher die Schweine gegrunzt haben, ist heute mein Wohnzimmer.

Wie sind Sie auf die Ardennen gekommen?

2012 wollte ich mir ein Haus kaufen, entweder an der Küste oder hier. Ich habe zwei Tage am Meer probegewohnt und langweilte mich schon am zweiten Tag. Ich bin doch eher ein Bergmensch und brauche abwechslungsreiche Natur um mich herum, in der ich auch wunderbare Radtouren unternehmen kann. Eigentlich wollte ich zunächst nur ein Wochenend-Haus, aber nach der Trennung von meiner dritten Ehefrau bin ich 2014 hierhergezogen.

Helmut Lotti: Er musste lernen allein zu sein

Nach einer Trennung könnte der Trubel der Großstadt aber auch eine gute Ablenkung sein, oder?

Das stimmt! Aber genau davor hatte ich Angst, dass ich aus Einsamkeit nachts in irgendwelche Großstadt-Cocktailbars gehe. Nein, ich wollte lieber meine Ruhe. Und noch viel wichtiger: Mir wurde bewusst, dass ich erst einmal lernen musste, allein zu sein. Ich war das zuvor noch nie. Wo kann man das besser lernen als in der Natur? Lange Spaziergänge, ausgiebige Radtouren und viel Arbeit am Haus und im Garten – das hat mir geholfen, wieder zu mir selbst zu finden. Kurzum: Dieses Haus half mir in meiner schwersten Lebenskrise.

Wie lange hat es gedauert, bis Sie gemerkt haben, dass Sie auch allein gut klarkommen können?

Das hat nur drei Monate gedauert! Ich war selbst davon überrascht, wie schnell ich mich an dieses Leben gewöhnen konnte. Und dann trat auch schon Marieke in mein Leben. Dabei war ich gar nicht auf Partnersuche. Ich war sehr glücklich allein. Aber die Liebe ist voller Überraschungen. Wenn man sie nicht sucht, wird sie einen finden. Eigentlich ganz schön!

Ab Februar gehen Sie endlich wieder auf große Tournee durch Deutschland, Österreich und die Schweiz! Worauf können sich die Fans freuen?

Endlich wieder Konzerte! Ich kann es kaum erwarten, die Fans nach so einer langen Zwangspause wiederzusehen und gemeinsam einen schönen Abend zu verbringen. Im ersten Teil werde ich mit dem „Golden Symphonic Orchestra“ die Titel meines aktuellen italienischsprachigen Albums singen, und in der zweiten Hälfte gibt es einen Mix aus meinen größten Hits.

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Autor: Benjamin Cibach

Artikelbild & Social Media: IMAGO / Belga