LebensmittelwarnungHepatitis A: Erdbeeren in Europa mit Virus verseucht

Auf Erdbeeren aus Polen wurde der Hepatitis-A-Virus nachgewiesen. In Schweden sowie in Österreich gibt es bereits Erkrankungsfälle. Worauf jetzt geachtet werden muss.

In Europa sind Fälle von mit Hepatitis-A-Viren verseuchten Erdbeeren aufgetreten. Der Virus wurde auf Tiefkühlerdbeeren aus Polen entdeckt. Bisher sind Infizierungen in Schweden und Österreich bekannt.

 

Bereits über 30 Erkrankungsfälle 

Im Auftrag des österreichischen Gesundheitsministeriums wurden die Krankheitsfälle von der Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit (AGES) untersucht. Seit Juli dieses Jahres konnten 15 Fälle in Österreich nachgewiesen werden. In Schweden sollen es etwa 20 Infizierungen sein. Hier konnten die Erreger sogar auf den verdächtigen Erdbeeren nachgewiesen werden. Dieser Nachweis konnte in Österreich noch nicht erbracht werden.

Ein Großhändler aus Österreich vertrieb die Erdbeeren auch in andere Länder Europas. Unter anderem nach Italien und in die Slowakei. Die betroffenen Erdbeeren wurden aus dem Verkauf genommen. Eine erneute Lieferung aus Polen für Ende 2018 wurde für unbedenklich erklärt.

Die Erdbeeren wurden in den betroffenen Fällen kalt in Smoothies, Desserts und Saftbars verwendet. Die Verbraucher werden daher nun dazu aufgefordert die gefrorenen Erdbeeren vor dem Verzehr zu erhitzen, um die Erreger abzutöten.

 

Was ist Hepatits A?

Laut dem Robert-Koch-Institut (RKI) wird Hepatitis A in den meisten Fällen durch Lebensmittel übertragen. Beispiele sind Muscheln oder auch mit Fäkalien gedüngtes Gemüse. Symptome sind Magen- und Darmbeschwerden und auch Fieber. Hepatitis ist zwar unangenehm, in den meisten Fällen aber selbst ausheilend. Betroffene sollten isoliert werden, um eine Ansteckung zu vermeiden.

Weiterlesen:

Kategorien: