Ende der Pandemie!

Herdenimmunität in Sicht: Was Spanien besser als Deutschland macht

Spanien hat es bald geschafft! Dank hoher Impfquote könnte Corona bald der Vergangenheit angehören - wovon Deutschland noch träumt.

JW Video Platzhalter
Zustimmen & weiterlesen
Um diese Story zu erzählen, hat unsere Redaktion ein Video ausgewählt, das an dieser Stelle den Artikel ergänzt.

Für das Abspielen des Videos nutzen wir den JW Player der Firma Longtail Ad Solutions, Inc.. Weitere Informationen zum JW Player findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

Bevor wir das Video anzeigen, benötigen wir Deine Einwilligung. Die Einwilligung kannst Du jederzeit widerrufen, z.B. in unserem Datenschutzmanager.

Weitere Informationen dazu in unserer Datenschutzerklärung.

Spanien macht es vor, wie es sich anfühlen könnte, die Corona-Pandemie schon bald hinter sich zu lassen. 80 Prozent der Bevölkerung ist bereits doppelt geimpft - anders als in Deutschland. Hierzulande gerät die Impfkampagne ins Stocken und die Inzidenzen erreichen beinahe jeden Tag einen neuen Höchstwert. Dabei könnte sich Deutschland das ein oder andere von Spanien abschauen.

Herdenimmunität fast erreicht: Spanien lässt Corona-Pandemie bald hinter sich

2G-Regeln und Druck auf Ungeimpfte? So etwas gibt es in Spanien nicht. Stattdessen kann das Land eine der höchsten Impfquoten Europas vorweisen. 80 Prozent aller Spanier sind bereits vollständig geimpft, 81,5 Prozent haben zumindest eine Dosis erhalten (Stand: 11. November).

Während Deutschland also damit zu kämpfen hat, einen weiteren Lockdown vor Weihnachten zu verhindern, sieht sich Spanien nicht gezwungen, irgendwelche Maßnahmen zu ergreifen, um den Druck auf die Ungeimpften zu erhöhen.

Woher kommt jedoch die hohe Impfbereitschaft der Spanier? "Das spanische Gesundheitssystem ist stärker zentralisiert und funktioniert sehr gut. Durch die jährlichen Grippe-Massenimpfungen waren die Teams und das System zudem bestens auf eine zügige, gut durchstrukturierte und hindernisfreie Covid-Impfkampagne vorbereitet", erklärt Amós García Rojas, Präsident der spanischen Gesellschaft für Immunologie, gegenüber der "Wiener Zeitung".

Anders als in Deutschland musste in Spanien niemand seinem Impftermin hinterherlaufen, auf Post vom Gesundheitsamt warten oder sich auf die Liste beim Hausarzt setzen lassen. Stattdessen wurden sie direkt per SMS oder Anruf informiert.

Gesellschaftliche Solidarität: Spaniens erfolgreicher Kampf gegen das Coronavirus

Zum anderen hat das Trauma der großen Corona-Welle im Frühjahr 2020 dazu beigetragen, dass alle Spanier ihr Möglichstes getan haben, damit sie so etwas nicht noch einmal erleben müssen. "Gesellschaftliche Solidarität vor allem mit älteren Menschen hat in einem Land wie Spanien, in dem viele Generationen heute noch unter einem Dach leben, einen vielleicht größeren Stellenwert als in Zentraleuropa", so García Rojas.

Last but not least: In Spanien gibt es praktisch keine Impfskeptiker, keine Impfmüdigkeit und vor allem keine Querdenker-Szene.

*Affiliate-Link

Artikelbild und Social Media: ozgurcankaya/Getty Images & themotioncloud/Getty Images