TrinkwassermangelHitzewelle 2018: Regierung arbeitet an Notfallplan

Die Hitze stellt Deutschland vor neue Herausforderungen. Jetzt arbeitet auch die Bundesregierung an einem Notfallplan.

Die Hitzewelle ebbt nicht ab. Auch diese Woche knacken die Temperaturen in Deutschland laut dem Deutschen Wetterdienst wieder die 39 Grad auf dem Thermometer. Die Folgen dieser andauernden Hitze machen sich immer stärker bemerkbar. In Brandenburg ist der erste Fluss ausgetrocknet und in Hessen sind bereits Brunnen erschöpft, die für die Trinkwasserproduktion genutzt wurden.

 

Flüsse trocknen aus

Die Schwarze Elster in Brandenburg misst eigentlich eine Tiefe von mindestens zwei Metern. Doch wo Anfang des Jahres noch der Fluss entlang führte, liegen nun trockener Sand, tote Krebse, Muscheln und vereinzelte Fische. Damit ist der erste deutsche Fluss von der Hitze ausgetrocknet worden. In Gewässern, in denen noch genügend Wasser steht, steigen die Temperaturen weiterhin gefährlich an. Gleichzeitig sinkt der Sauerstoffgehalt und Fische drohen zu ersticken. Immer öfter mussten in den letzten Wochen Massen toter Fische aus Gewässern in ganz Deutschland geholt werden.

 

Trinkwasser wird knapp

Im hessischen Kelkheim wird sogar das Trinkwasser knapp. Es sind bereits zwei Stadtteile betroffen. Anwohner dürfen das Wasser nur noch für den eigenen Bedarf, also zum Trinken und zur Hygiene verwenden, nicht aber für die Gartenwässerung, die Autowäsche oder Ähnliches. Die zuständigen Brunnen sind erschöpft und die Stadt muss mit dem übrigen Trinkwasser strenger haushalten. Die Feuerwehr legt bereits Notleitungen.

Das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe bestätigte gegenüber Bild, dass die Bundesregierung an einem Notfallplan für die Trinkwasserknappheit arbeitet, um eingreifen zu können, wenn in weiteren Teilen Deutschlands das Wasser zur Neige geht.

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