Was du dazu wissen solltest..H&M: Das steckt wirklich hinter dem Affen-Shirt-Shitstorm und was du wissen musst bevor du urteilst!

Der Modekonzern H&M sorgt gerade für einen Shitstorm. Auf dem britischen Online-Shop trägt ein farbiger Junge einen Pullover mit dem Schriftzug "Coolster Affe im Dschungel".

Es geht um mehr als nur um ein Kleidungsstück, das von einem Jungen getragen wird. Das Werbefoto von H&M sorgt zurecht für eine erneute Rassismusdebatte, denn: Wie kommt der Modekonzern darauf, einem farbigen Kind den Schriftzug "Coolest monkey in the jungle", also "Coolster Affe im Dschnungel" zu verpassen?

Das fragte sich auch die Modebloggerin Stepanie Yeboah:

"Wessen Idee bei H&M war es, diesem süßen schwarzen Jungen einen Pullover überzuziehen, auf dem ,Coolster Affe im Dschungel' steht?", schreibt Yeboah.

Nun könnte man natürlich sagen: "Ach, das ist doch nur ein Versehen, kann doch mal passieren." Nein, so etwas darf ganz einfach nicht passieren. Vor allem, wenn man den geschichtlichen Hintergrund, der bis in das 18. Jahrhundert reicht, bedenkt: Damals wurden Schwarze mit Affen gleichgestellt und so als "niedrige Wesen" abgestempelt. Daran erinnert auch dieser Tweet:

"Hier ist der Grund, warum eure Werbung Empörung auslöst: Es gibt eine schmerzhafte Geschichte der Entmenschlichung von schwarzen Menschen, indem sie mit Affen verglichen wurden. Eure Anzeige zeigt ein schwarzes Kind im Pullover mit der Aufschrift 'Coolster Affe im Dschungel'. Zählt 1 + 1 zusammen. Ihr hättet es besser wissen müssen", schreibt Divinely Ty.

Für noch mehr Wut sorgte auch die Tatsache, dass H&M neben den Jungen mit besagtem Pullover ein weißes Kind stellte, auf dessen Pullover steht: "Jungle Survivor'", also "Dschungel-Überlebender".

"Warum ist das weiße Kind ein 'jungle survivor' und das schwarze Kind der 'coolest monkey in the jungle'? Warum glaubt ihr, dass das ok ist?", tweetete Selene Arianela.

Andere Nutzer riefen dazu auf, H&M zu boykottieren:

"Boykottiert H&M. (...) In was für einem Universum lebt ihr eigentlich, dass es für euch okay ist, eure rassistischen Ansichten in dieser Art und Weise herauszuposaunen? Nehmt dieses Bild von der Seite. Das Kind ist wunderschön und ihr solltet es auch so behandeln", schreibt Alexandra Foucard.

 

So reagierte H&M - und ein Promi

Es dauerte nur wenige Stunden, bis die schwedische Modekette auf den Shitstorm reagierte und die Bilder von ihrer Website nahm: "Das Bild wurde von all unseren H&M-Kanälen genommen und wir entschuldigen uns bei allen, die sich dadurch beleidigt fühlten", sagte eine Unternehmenssprecherin.

Der Rapper The Weeknd, der mit H&M eine eigene Kollektion auf den Markt brachte und für das Unternehmen modelte, zog trotzdem Konsequenzen: "Ich war diesen Morgen geschockt und beschämt von diesem Foto. Ich bin zutiefst beleidigt und werde nicht mehr mit H&M zusammenarbeiten", verkündete der 27-Jährige mit äthiopischen Wurzeln über Twitter.

Manchmal reichen Entschuldigungen nicht. Denn so etwas darf einfach nicht passieren. 

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