GeschäfteH&M will Filialen schließen: Auch Deutschland wohl betroffen

Die schwedische Modekette H&M hat 2016 seinen höchsten Jahresumsatz erzielt. Jetzt kommt ans Licht: Der Einzelhandel schwächelt, Filialen sollen geschlossen werden.

H&M will Filialen schließen
Die Mode-Kette H&M will zahlreiche Filialen schließen
Foto: iStock

Damit hat wohl keiner gerechnet: Das beliebte Modeunternehmen Hennes & Mauritz (H&M) wird noch dieses Jahr einige seiner Filialen schließen. Grund dafür ist der wohl schwächelnde Einzelhandel.

Während H&M im Online-Handel sehr gefragt ist und immer mehr Bestellungen über die Internetseite eingehen, kämpfen anscheinend viele H&M-Filialen ums Überleben.

 

Ist das Wetter Schuld am Rückzug von H&M?

Eine Überraschung ist es sowohl für Kunden als auch für Wirtschaftsexperten. Schließlich erzielte H&M im Jahr 2016 den höchsten Jahresumsatz seit seiner Gründung 1947: rund 20,3 Milliarden Euro.

Doch: Umsatz ist nicht gleich Gewinn. Der ist im Vergleich zum Vorjahr 2015 um 12 Prozent gesunken - auf "nur" 1,96 Millionen Euro. Als Gründe für den schwachen gewinn nannte das Unternehmen zum einen den starken Dollar, zum anderen das Wetter: der Frühling war kalt, der Sommer wechselhaft. Auf luftige H&M-Kleidchen hatten wohl (zu) wenige Kundinnen Lust. Also gab es Rabattaktionen - da griffen die Käuferinnen und Käufer wieder zu und sorgten für den enorm hohen Umsatz.

 

H&Ms Pläne für 2017

Wie geht H&M mit dieser Bilanz um?

Zum einen will die Modekette 437 neue Filialen eröffnen - allerdings in Island, Georgien, Kasachstan, Kolumbien und Vietnam. Diese Märkte hat H&M (noch) nicht erobert.

Zum anderen will H&M aber auch zahlreiche Filialen schließen - wie viele es genau sein werden, ist noch nicht bekannt. Fest steht aber: Vermutlich wird es in Ländern geschehen, wo der Einzelhandel stockt, also unter anderem in Deutschland, Frankreich, Schweiz und Italien.

 

(ww7)

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