TV-SendungHöhle der Löwen: Judith Williams will Penis-Pflege-Deal doch nicht

Nach der vergangenen Höhle der Löwen-Sendung (07.11.17) hat Judith Williams einen Deal platzen lassen: mit IntHim.

Inhalt
  1. IntHim-Deal: Williams bietet 100.000 Euro für 40 Prozent
  2. Durch Löwen-Investition soll IntHim in den Einzelhandel
  3. Klausel: Williams darf keine Herrenprodukte vertreiben
  4. Wöhrl: "Er hat sich für Williams entschieden - ich habe kein Interesse mehr!"

Eigentlich fand die Investorin Judith Williams das Produkt von Gründer Francesco Indirli gar nicht mal so übel: ein Intimpflege-Produkt für Männer (Slogan: "Live dirty, feel clean"). Auch Ralf Dümmel und Dagmar Wöhrl zeigten Interesse - doch Williams machte in der Sendung den entscheidenden Deal: 40 Prozent der Firma für 100.000 Euro Investition (der Gründer wollte ursprünglich nur 20 Prozent abgeben).

 

IntHim-Deal: Williams bietet 100.000 Euro für 40 Prozent

IntHim, wie es heißt, beinhaltet z.B. eine Waschlotion, die man(n) für den Intimbereich - also etwa Penis und Hoden - nutzen kann. Gründer Indirli verspricht, dass die Lotion besonders schonend und sanft ist. Nach dem Duschen kann man(n) sich dann mit dem IntHim-Gel eincremen, das sowohl als Bodylotion als auch als After-Shave benutzt werden kann.

Die Produkte seien frei von Parabenen, Duft- und Farbstoffen, Schwermetallen und allem, was Mann nicht braucht und nicht will", heißt es auf der IntHim-Homepage. Zudem heißt es: Tierversuche gab es keine - "Echte Männer quälen keine Tiere. Wir glauben an unsere Produkte und testen selbst."

Höhle der Löwen: Judith Williams will Penis-Pflege-Deal doch nicht
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Foto: VOX

Die Produkte sollen aber nicht nur Männer, sondern auch deren Frauen überzeugen. "Besonders deine Partnerin wird den Unterschied sofort bemerken und umso mehr von Dir begeistert sein", lautet es von Unternehmensseite. Zudem haben die Produkte einen "leichten, männlichen Duft" - was auch immer das bedeuten mag.

 

Durch Löwen-Investition soll IntHim in den Einzelhandel

Mal eben im Drogeriemarkt riechen gehen, geht nämlich nicht: die IntHim-Produkte kann man bislang nur online bestellen. Doch gerade dafür braucht der Gründer einen Löwen: Mit der Investitionssumme sollte die Produktserie in den Einzelhandel gelangen.

Doch so weit kam es gar nicht. Der Deal mit Williams ist geplatzt!

Höhle der Löwen: Judith Williams will Penis-Pflege-Deal doch nicht.
IntHim hat u.a. eine Waschlotion und ein After-Shave-Gel im Angebot
Foto: intHim
 

Klausel: Williams darf keine Herrenprodukte vertreiben

IntHim-Gründer Indirli begründete: "Aus juristischen Gründen hat es leider nicht geklappt." Genauer: Williams hätte einen Partner im Portfolio, der eine strenge Exklusivklausel für Herrenprodukte verhandelt hat. Diese Klausel verbietet Williams, andere Herrenprodukte zu vertreiben. Das wäre der Investorin zum Zeitpunkt des Deals aber selbst nicht bewusst gewesen. Indirli zeigte sich enttäuscht, zumal Dümmel und Wöhrl auch an dem Produkt interessiert wären: "Von meiner Seite aus wäre der Deal zustande gekommen. Wir haben danach circa zehn Wochen nach einer Lösung gesucht - leider erfolglos."

Williams selbst äußerte sich zu dem geplatzten Deal bislang noch nicht. Ihr Sprecher sagte: "Frau Williams hat so viele Verträge, das hätte sie nicht wissen können."

 

Wöhrl: "Er hat sich für Williams entschieden - ich habe kein Interesse mehr!"

Ob die in der Sendung an IntHim ebenfalls interessierten Investoren Dagmar Wöhrl oder Ralf Dümmel jetzt zum Zuge kommen, ist unwahrscheinlich. Indirli hätte gar nicht daran gedacht, sie nochmal anzufragen. Und von Wöhrl kam schon eine Abfuhr: "Ich habe kein Interesse mehr. Er hat sich für Judith Williams entschieden. So is life!"

Indirli kann damit aber umgehen: "Ich bin jetzt lange genug Unternehmer um zu wissen, dass es immer wieder Rückschläge geben kann. Damit muss man umgehen können. Und das Beste daraus machen."

Der Auftritt in der Vox-Sendung Die Höhle der Löwen hatte für das Unternehmen allerdings trotzdem etwas Gutes: Seit der Ausstrahlung am Dienstag, dem 7. November 2017, brach das Bestellsystem des IntHim-Online-Shops zusammen, weil so viele potentielle Kunden die Intimpflege-Produkte sehen bzw. bestellen wollten.

Erfreulicherweise kann man die Produkte auch bei Amazon bestellen (s. HIER).

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(ww7)

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