Kritik"Höhle der Löwen": So reagieren die FluxPort-Gründer auf die Vorwürfe von Frank Thelen

Am vergangenen Dienstag mussten die FluxPort-Gründer in "Die Höhle der Löwen" einiges an Kritik einstecken. Jetzt melden sie sich zu Wort.

Die Idee hinter FluxPort: Das Smartphone mit einem Kabel aufladen zu müssen, soll ein Ende haben. FluxPort ermöglicht das kabellose Akkuaufladen mittels Induktion - wie bei einer elektrischen Zahnbürste. Installiert werden sollen die Stationen zum Beispiel an Flughäfen oder in Cafés. Zu der Hardware haben die Berliner Gründer Sener Abanozoglu und Nejmettin Cinar auch eine App entwickelt. Diese soll unter anderem den nächsten Standort eines FluxPorts anzeigen.

Ihre Idee stellten die beiden Unternehmer am vergangenen Dienstag in der Vox-Sendung "Die Höhle der Löwen" vor. Für zehn Prozent der Firmenanteile hofften sie auf eine Investitionssumme von einer Million Euro.

Mit der Reaktion der Löwen hatten sie jedoch nicht gerechnet. Die FluxPort-Gründer mussten harte Kritik einstecken.

Höhle der Löwen: So reagieren die FluxPort-Gründer auf die Kritik von Frank Thelen
Frank Thelen machte seinem Ärger gegenüber den FluxPort-Gründern in "Die Höhle der Löwen" Luft.
Foto: Getty Images
 

"Höhle der Löwen": FluxPort-Gründer bekommen harte Kritik

Insbesondere Technik-Experte Frank Thelen machte seinem Ärger  in der Sendung "Die Höhle der Löwen" in deutlichen Worten Luft. Nach der kurzen Vorstellung des Produkts wollte er sofort wissen, warum das Unternehmen neun Millionen Euro wert sein soll. Die Erklärungsversuche von Sener Abanozoglu und Nejmettin Cinar konnten Thelen nicht überzeugen: "Ihr habt euch irgendwas auf Tech-Crunch durchgelesen und macht eine Bewertung. Das ist Bullshit!" 

Sehr verärgert schimpfte der Investor weiter: "So könnt ihr nicht auftreten. Wir sind ernsthafte Investoren. Ich finde das eine Frechheit. Ich bin sauer, ich finde es eine Unverschämtheit. Ganz schwacher Auftritt.” Das Ende vom Lied: Die FluxPort-Gründer gingen leer aus.

 

Unternehmer fühlen sich von "Höhle der Löwen"-Jury unfair behandelt

In einem Artikel auf Gründerszene.de melden sich nun die beiden Unternehmer zu Wort, die sich von den Löwen etwas unfair behandelt fühlen. Sie hätten ihr Produkt gar nicht in der Breite vorstellen können, wie sie es gewollt hätten, da schnell nur noch über die Hardware und die Unternehmensbewertung diskutiert wurde. 

Dabei gibt es große Pläne für FluxPort. So wollen Abanozoglu und Cinar ihre Ladestationen beispielsweise bald umsonst an verschiedene Geschäfte verteilen, um dann an der Werbefläche Geld zu verdienen. Außerdem ist geplant, dass die dazugehörige App das Ladeverhalten der Nutzer analysieren soll, um das Ausspielen spezifischer Werbung zu ermöglichen. Zusätzlich sollen die Kunden für das Aufladen ihrer Smartphones mit dem FluxPort Punkte erhalten, die sie dann wiederum für Amazon-Gutscheine oder ähnliches einlösen können sollen.

Abanozoglu erklärte weiter: "Es tut natürlich weh, wenn ein Frank Thelen so aus der Haut fährt, ohne unser Unternehmen ganz verstanden zu haben. Aber ein Investment in ein solches Tech-Unternehmen ist eben etwas anderes als beispielsweise in ein Suppen-Startup."

Doch es gibt noch einen weiteren Kritikpunkt, auf den die beiden Gründer hinweisen. Sie hätten nämlich nur 20 Tage vor der Aufzeichnung der Sendung Bescheid bekommen und hätten damit nur wenig Zeit gehabt, um sich vorzubereiten. Sie sollen auch noch nicht einmal gewusst haben, ob ihr Pitch gesendet wird oder nicht. 

Bislang hat FluxPort Kooperationen mit großen Unternehmen wie Starbucks und Lufthansa geschlossen, allerdings haben die Gründer mit einer Million Euro auch schon eine ganze Menge in ihr Startup investiert. Mit der zusätzlichen Investitionssumme wollten sie den Vertrieb ausbauen sowie die App weiterentwickeln. 

Es bleibt abzuwarten, wie es nach der Höhle der Löwen mit FluxPort weitergeht.

 

(ww8)

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