Ehrenamt vs. Geld machenHöhle der Löwen: Tränen & Wut! Darum eskalierte die Jury

In der "Höhle der Löwen" geht es oft rund, doch der Pitch um "letsact" brachte mehr Drama in die VOX-Show als je ein anderer. Die explosive Frage: Darf man wohltätige Arbeit und das Streben nach Reichtum miteinander verbinden? Investor Nico Rosberg verließ mit Tränen in den Augen das Studio.

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Inhalt
  1. "letsact": Die App, die Helfern hilft
  2. Ehrenamt oder doch lieber das große Geld? 
  3. Nico Rosberg kämpft mit den Tränen

"Die Höhlen der Löwen" ist wirklich nicht für ihre zarten Unterhaltungen bekannt: In der Vox-Show wird gefeilscht und gehandelt, was das Zeug hält – immerhin geht es darum, Geschäftsgründern eine Chance auf dem Markt zu geben. Der Pitch zweier Unternehmer aus München eskalierte allerdings gleich doppelt: Wut und Tränen gleichermaßen machten die Verhandlungen zu einem echten Krimi. 

Die Höhle der Löwen: Schaue alle Folgen gleich hier bei TVNOW!

 

"letsact": Die App, die Helfern hilft

Ludwig Petersen und Paul Bäumler stellten bei Vox ihre App vor: Über "letsact" können Menschen, die sich ehrenamtlich engagieren wollen, mögliche Projekte finden. "Wir haben erkannt, dass sich jeder dritte Deutsche engagieren möchte, was aber gar nicht so einfach ist", erklären die Gründer. 

Die Idee der beiden Unternehmer: "letsact" bringt willige Helfer und soziale Einrichtungen zusammen, für das Marketing aber wird Geld von den Trägern verlangt. Um in Europa expandieren zu können, wollten Ludwig Petersen und Paul Bäumler einen der Löwen als Investor gewinnen: 300.000 Euro gegen zehn Prozent ihrer Unternehmensanteile. 

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Ehrenamt oder doch lieber das große Geld? 

Die Idee an sich fand die "Höhle der Löwen"-Jury durchweg genial: Menschen per App dabei zu helfen, anderen zu helfen – besser geht es nicht. Was den Investoren sauer aufstieß, war der unternehmerische Ansatz der Gründer. Georg Kofler bedachte die beiden mit sehr direkten und kritischen Worten: 

"Ihr seid für Non-Profit-Organisationen und ehrenamtliche Tätigkeiten unterwegs, um die Welt besser zu machen… und jetzt wollt ihr gleich Multimillionäre werden?! Wie könnt ihr diese Doppelmoral aufrechterhalten? Ihr wollt die Leute zu Non-Profit anregen, aber selber Geld verdienen?"

Keiner der anderen Löwen fand ähnlich harte Worte, doch alle waren sich einig: Ehrenamt und Geld verdienen passen nicht zueinander. 

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Nico Rosberg kämpft mit den Tränen

Einzig der Ex-Formel-1-Weltmeister Nico Rosberg schien sich intensiver mit "letsact" auseinanderzusetzen. "Das ist eine unglaubliche Lösung, die ihr hier habt. Ich habe wirklich Gänsehaut bekommen. Sensationell. Das ist echt etwas, was in meinem täglichen Leben relevant ist", betonte der Vater zweier Töchter im Kindergartenalter. 

Das Problem: Auch Nico Rosberg wollte sich nicht auf den unternehmerischen Ansatz einlassen. Mit Tränen in den Augen sagte der Familienmensch: "Für mich ist eure Positionierung nicht die richtige. Ich könnte hier nicht investieren und mit euch zusammen Geld machen in diesem Thema. Das geht nicht. Aber wenn ihr in Zukunft doch auf das Non-Profit-Modell umschwenkt, ruft mich an – ich bin dabei, weil was ihr macht ist sensationell."

Selbst nachdem die beiden Gründer ohne Deal abgezogen waren, kämpfte Nico Rosberg weiter mit den Tränen. Während die restlichen Löwen darüber philosophierten, dass ehrenamtliches Helfen eben gerade darauf basiere, etwas ohne Gegenleistung zurückzugeben, musste der Ex-Rennfahrer seinen Platz in der Jury kurz verlassen. Ohne Kommentar ging er aus dem Studio, um sich fernab der Kameras zu sammeln. Dank dieser Emotionen wird der "letsact"-Pitch mit Sicherheit in die Geschichte der "Höhle der Löwen" eingehen.  

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