Chiang RaiHöhle in Thailand: So schreitet die Rettung der Kinder voran

Seit über zwei Wochen sind zwölf Jungen einer Fußballmannschaft und ihr Trainer in einer überfluteten Höhle im thailändischen Chiang Rai eingeschlossen. Mittlerweile konnten alle gerettet und in Sicherheit gebracht werden.

Inhalt
  1. Zweite Rettungsphase für die Höhlen-Kinder hat begonnen
  2. So geht es den vier geretteten Höhlen-Jungen
  3. Höhlen-Drama: Das ist passiert 

----Update----

Laut CNN haben vier weitere Jungen aus der Höhle gerettet werden können! Nun soll der letzte Tauchgang die übrigen Fußballer befreien. Dazu müssen sie - und das bei geschwächtem Körper - von einer dritten in eine vierte Kammer tauchen. „Die achte Person ist draußen und die Operation für heute beendet“, sagte Sitthichai Klangpattana, von den thailändischen Navy Seals. Wann die nächste Rettungsphase beginnt, steht noch nicht fest.

 

Zweite Rettungsphase für die Höhlen-Kinder hat begonnen

Die nächste Rettungsphase der noch acht eingeschlossenen Jungen und des Trainers hat nun um 11 Uhr Ortszeit begonnen. Insgesamt sind etwa 100 Taucher sind im Einsatz, um die anderen acht Kinder und den Trainer zu retten. Der Wasser-Pegel in der Höhle sei durch den erneuten Regen bisher nicht angestiegen, sagte der Leiter des Krisenstabs, Narongsak Osottanakorn. Das Problem ist dennoch: Den Tauchern rennt die Zeit davon. Die Höhle ist etwa 800 Meter tief, die Kinder müssen vier Kilometer Wegstrecke zurücklegen. Um überhaupt zu den Eingeschlossenen zu gelangen, brauchen die Retter sechs Stunden. Zudem soll es in den nächsten Tagen wieder stark regnen. Der Sauerstoffgehalt nimmt immer wiede stetig ab. 

 

So geht es den vier geretteten Höhlen-Jungen

Samstag konnten vier Kinder aus dem Inneren des Berges gerettet werden. Jeder der Jungen war an einen Taucher gebunden und konnte so befreit werden. "Das waren die wirklich fitten Jungs, die sich gut angestellt haben beim Training. Aber es gab auch schwierigere Fälle", sagte ein Helfer dem Spiegel. Die Taucher sind Spezialkräfte aus Thailand und Freiwillige aus China, Großbritannien, den USA, Kanada sowie Dänemark. „Die Jungen wurden medizinisch betäubt, damit sie nicht in Panik geraten“, sagte der Taucher Ivan Karadzic dem Radiosender „Denmarks Radio“. 

Nach der Rettungsaktion der vier Jungen wurde eine 20-Stündige Pause eingelegt. Dennoch: "Wir haben während der Nacht ununterbrochen gearbeitet“, sagte ein Regierungsvertreter der Region Chiang Rai der Nachrichtenagentur AFP. Die Atemluftvorräte in der Höhle wurden aufgefrischt; das Herausholen jedoch unterbrochen.

Die Jungen, denen es laut Behörden den Umständen entsprechend gut gehe, wurden in ein Krankenhaus gebracht. Sie haben Appetit und seien gesund. Die Eltern können wohl bald zu ihnen. Somboon Sompiangjai (38), der Vater eines der eingeschlossenen Jungs, sagte zur Nachrichtenagentur Reuters: „Uns wurde nicht mitgeteilt, um welche Kinder es sich dabei gehandelt hat. Wir dürfen sie nicht im Hospital besuchen, sie werden zunächst 48 Stunden lang beobachtet.“ Aufgrund möglicher Infektionen dürfen die Eltern ihre Kinder vorerst noch nicht in die Arme schließen.

Thailändische Höhle: Vier Jungen gerettet - wann startet die zweite Rettungsaktion? LILLIAN SUWANRUMPHA/AFP/Getty Images

 

Höhlen-Drama: Das ist passiert 

Am 23. Juni wurden zwölf Jungen im Alter zwischen elf und 16 Jahren sowie ihr 25 Jahre alter Trainer in einer Höhle im thailändischen Chiang Rai eingeschlossen. Sie wollten nach einem Trainingsspiel einen Höhlen-Ausflug machen, doch plötzlicher Starkregen überraschte sie und machte eine Rückkehr unmöglich.

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