GesetzeHonolulu: Geldstrafe für Handynutzung auf der Straße

Neues Gesetz: In Zukunft werden alle mit einer Geldbuße bestraft, die beim Überqueren der Straße auf ihr Handy gucken - jedenfalls in Honolulu (Hawaii, USA).

Am heutigen Mittwoch ist in Honolulu, Hauptstadt der Pazifikinsel Hawaii, ein neues Gesetz in Kraft getreten. Ab jetzt gibt es eine Geldstrafe in Höhe von 35 Dollar (ca. 30 Euro) für Passanten, die beim Überqueren einer Straße auf ihr Smartphone gucken, statt nach vorn.

 

30 Euro Geldstrafe für den Blick auf's Handy

Erst im Juli wurde das Gesetz von Honolulus Bürgermeister Kirk Caldwell (65) unterzeichnet, der seit 2013 im Amt ist. Das Gesetz bezieht sich allerdings lediglich auf den Blick des Passanten. Soll heißen: Telefonieren darf man beim Flanieren immer (noch) - so lange die Augen nach vorne schauen.

Das Gesetz richtet sich somit an sogenannte Smombies, also Menschen, die durch den ständigen Blick auf ihr Smartphone so stark abgelenkt sind, dass sie ihr Umfeld kaum noch wahrnehmen (das Wort Smombie - eine Mischung aus Smartphone und Zombie - wurde in Deutschland 2015 zum Jugendwort des Jahres gewählt).

Im Jahr 2016 wurden rund 6000 Fußgänger in den USA überfahren - 22 Prozent mehr, als noch im Jahr 2014. Die amerikanische Verkehrssicherheitsorganisation (GHSA) sieht den Grund dafür bei der erhöhten Smartphone-Nutzung von Passanten.

(ww7)

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