WirtschaftIkea: eigene Restaurantkette für das Möbelhaus?

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Ein MUSS bei jedem Ikea-Einkauf: Ein Besuch des Restaurants
Foto: Ikea Presse

Zu jedem IKEA-Einkauf gehört der obligatorische Besuch des Restaurants. Weil Köttbullar und Hot Dogs sich so gut verkaufen, überlegt das Möbelhaus jetzt eine Restaurantkette zu eröffnen. 

Wer bei Ikea einkauft, kommt an Hot Dog, Köttbullar oder wenigstens einem kurzen Softeis auf die Hand nicht vorbei. Das Essen in den Ikea-Restaurants hat sich zum echten Bestseller entwickelt. Manche Kunden besuchen die Ikea-Häuser inzwischen sogar ausschließlich zum Essen. Laut dem US-Magazin "Fast Company" macht der Anteil der Kunden, die nur für einen Restaurantbesuch in den Möbelhäusern vorbeischauen, inzwischen über 30 Prozent aus. 

 

Köttbullar und Hot Dogs sind echte Gewinnbringer

Mit den Restaurant-Spezialitäten wird mittlerweile so viel Geld eingenommen, dass der Möbelhersteller das Geschäft jetzt weiter ausbauen will. Laut Michael La Cour, Managing Director bei Ikea Food, sei zum Beispiel eine eigene, von den Möbelhäusern unabhängige, Restaurantkette, denkbar. Dies äußerte er in einem Gespräch mit dem US Magazin "Fast Company".

Ursprünglich sollten Köttbullar und Hot Dogs dazu animieren, länger im Laden zu bleiben. Beim Essen sollte man sich untereinander über neue Anschaffungen beraten und Entscheidungen treffen. Satte Kunden sind dazu die gnädigeren Kunden und kauffreudiger als jemand, der hungrig ist. Doch statt nur Lust auf den Möbeleinkauf zu machen, hat sich das Essen bei Ikea mit der Zeit von den Möbeln immer mehr emanzipiert. Die Zeichen, dass das Ikea-Essen auch ganz ohne Möbel auskommen würde, stehen gut. 

"Als ich die Zahlen mit anderen Lebensmittelkonzernen verglichen habe, habe ich bemerkt, dass sie gar nicht so klein sind", berichtet Ikea-Manager Michael La Cour. In Deutschland zählt Ikea jetzt schon zu den zehn größten Gastronomieketten und macht mehr Umsatz als Vapiano. Die Karte wurde in den letzten Jahren an das gestiegene Gesundheitsbewusstsein der Kunden angepasst. Seit 2015 gibt es zum Beispiel vegane Fleischbällchen. In London, Paris und Oslo gab es schon erste Pop-up-Restaurants; wann es die ersten unabhängigen Ikea-Restaurants geben wird, ist noch unklar. 

 

Video: Das steckt wirklich hinter den Möbelnamen bei IKEA

 

 

 

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